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Weltgereister ohne Ruhestand

Ghana, Saudiarabien, Nordkorea, Indien: Das Berufsleben des Mechanikers Werner Gehriger aus Zollikofen spielte sich weiss Gott nicht bloss in der Schweiz ab. Und auch heute ist der 77-jährige Rentner ein Rastloser.

Erinnerungen: Werner Gehriger vor einer Thanka - einem Heiligenbild aus Tibet - und mit einer kleinen Buddhafigur, die ihm 1974 geschenkt wurde.
Erinnerungen: Werner Gehriger vor einer Thanka - einem Heiligenbild aus Tibet - und mit einer kleinen Buddhafigur, die ihm 1974 geschenkt wurde.
Stefan Anderegg

«Weil ich am Jeep nicht weitermachen konnte, die Ersatzteile fehlten, fragte ich Sherap, ob sonst noch was zu reparieren sei. Er machte einen Schrank auf: Fünf defekte Wagenheber kamen zum Vorschein. Nun wurden eben Wagenheber repariert.» (Tagebuchzitat)

Werner Gehriger sitzt am Gartentisch vor dem Einfamilienhaus in Zollikofen und lächelt verschmitzt, wenn er an solche Szenen in Indien denkt. Dann geht er in die Stube und holt eine kleine Buddhafigur. «Schauen Sie, diese bekam ich als Abschiedsgeschenk für meinen Job in Südindien.» 1971 wars, als die (heute so bezeichnete) Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit des Bundes einen «Automechaniker mit Erfahrung im Landmaschinenbau» für einen längeren Trip nach Mundgod in Südindien suchte. Und genau so einer war Werner Gehriger. Ausgebildet und mit Meisterprüfung. Zudem arbeitete er bereits zuvor für mehrere Monate als Mechaniker in Ghana. Also bewarb sich der damals 36-Jährige – und bekam die Stelle prompt. Auf gings!

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