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«Ich bin manchmal zu risikofreudig»

«Gut Blatt» wünscht man sich, dann geht die Runde Skat los. Am Spieltisch im Gasthof Schützen in Steffisburg sitzt auch Olaf Franke. Der gebürtige Deutsche ist seit über 10 Jahren im Skatclub Les amis dabei. Und spielt jeden Dienstag mit seinen Kolleginnen und Kollegen.

Skatrunde im Gasthof Schützen, Steffisburg: Olaf Franke  (links) und Lorenz Guyer lassen sich nicht in die Karten schauen.
Skatrunde im Gasthof Schützen, Steffisburg: Olaf Franke (links) und Lorenz Guyer lassen sich nicht in die Karten schauen.

«Leider werden die Mitspieler immer weniger», sagt er. Mit seinen 45 Jahren sei er der Jüngste. Die Älteren hören nach und nach auf, meist aus gesundheitlichen Gründen. Damit der Club nicht ganz ausstirbt, schrieb er eine SMS ans Forum, um so neue Mitspielerinnen und -spieler zu werben. Und er hat sich anerboten, mehr über sein Hobby und den Skatclub zu erzählen. Kurz und knapp erklärt, sei Skat ein Kartenspiel, das dem Jass ähnlich sei. Für eine Spielrunde braucht es im Minimum drei Personen. «Du musst das Spiel im Auge behalten. Dir merken, was läuft», erklärt Olaf Franke. Wer Skat spiele, müsse die Regeln kennen, und während der Runde dürfe dem Spieler ein bisschen Kartenglück nicht fehlen. «Wir sind ein gemütlicher Club, das Zusammensein ist ungezwungen. Aber es geht ums Spiel», betont er, «und nicht ums Quatschen.» Für Gespräche treffe man sich nachher an der Bar. Ein Skatabend im Schützen dauert von 19 bis 23 Uhr. Gespielt werden zwei Runden. «Wer verliert, zahlt einen Obolus in die Clubkasse.» Daraus werde der Pokal für die alljährliche Clubmeisterschaft finanziert. Dieses Jahr ist sie am 11.November. An diesem Tag werden die Karten bereits ab 9 Uhr morgens verteilt. Olaf Franke mag diese geselligen Spielrunden und hofft, dass sich wieder mehr Leute finden – und zwar Männer und Frauen. Wenn immer möglich fahre er am Dienstag von Uetendorf, wo er daheim sei, an die Skatrunde. Im Sommer sei dies manchmal schwierig, da er als Bademeister im Strandbad Thun arbeite. Olaf Franke ist mit Skat aufgewachsen. Das Spiel sei in Deutschland sehr populär. Sein Vater habe ihm als Kind alles beigebracht. «Wenn er mich heute hier besucht, nehme ich ihn mit in den Schützen, das macht jeweils Spass. Er ist übrigens viel besser als ich.» Olaf Franke sagt von sich, dass er häufig die Spiele verliere. Grund: «Ich bin manchmal zu risikofreudig.» Skatspielen sei für ihn halt mehr Spass denn eine ernste Sache.

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