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«Als Schoggi eine Rarität war»

«Schokolade war in meiner Kindheit eine echte Rarität. Und eben schon damals, 1945, war etwas Süsses bei den Kindern sehr begehrt. Aber «alles zu seiner Zeit», sagte meine Mutter stets.

Die Patengeschenke waren bei uns drei Kindern nicht alle gleich wertvoll bestückt. In einem Paket für meine kleine Schwester hatte es immer reichlich Schokolade drin. Das wusste meine Mutter. So packte sie die Geschenke für meine Schwester jeweils heimlich aus. Die Schokolade teilte sie dann auf alle Kinder gerecht auf. Nach dem Weihnachtsfest behielt unsere Mutter die Schokolade in ihrer Obhut, und jeden Abend bekam jedes Kind zwei Ecken als ‹Bettmümpfeli›. Den feinen Butterzopf und Orangen gab es auch nur zum Weihnachtsfest. Deshalb freuten wir uns jeweils unbeschreiblich auf diesen Tag. Wir waren Selbstversorger und lebten von dem, was der Garten hervorbrachte. Wir lernten, dass alle Esswaren kostbar sind. Es wurden nie Lebensmittel weggeworfen. Ernst Perren, Luterbach Erinnern Sie sich ebenfalls an eine Anekdote aus der Vergangenheit? Schreiben Sie einen kurzen Text und mailen Sie diesen an redaktion@bernerzeitung.ch oder per Brief an die Berner Zeitung, «Forum», Dammweg 9, 3001 Bern (Vermerk: «Weisst du noch?»).

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