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Abenteurerinnen unter sich

Die Veloreise von Laura Fehlmann hat Leserin Therese Schmid fasziniert. Bei einem Treffen haben sie Erlebnisse in fernen Ländern ausgetauscht.

Regina Schneeberger
Gemeinsam in die Ferne schweifen: Laura Fehlmann (links) und Therese Schmid hatten viel Gesprächsstoff. Foto: Raphael Moser
Gemeinsam in die Ferne schweifen: Laura Fehlmann (links) und Therese Schmid hatten viel Gesprächsstoff. Foto: Raphael Moser

Im vergangenen Jahr hat sich die pensionierte BZ-Redaktorin Laura Fehlmann auf eine abenteuerliche Reise begeben. Mehr als 6000 Kilometer hat die Journalistin mit dem Fahrrad zurückgelegt. Einmal quer durch Russland ist sie geradelt. Angefangen hat die Tour in der Ukraine, in Kiew, geendet hat sie am Baikalsee (die Kolumne können Sie hier nachlesen).

Auch heute ist die 64-Jährige mit dem Fahrrad unterwegs. Allerdings mit weit weniger Kilometern in den Beinen und auf einem anderen Gefährt. «Mein Tourenvelo ist in der Reparatur», sagt sie und stellt ihr sogenanntes Bahnhofsvelo vor einem Café in Ostermundigen ab.

Hier trifft sie Leserin Therese Schmid. Sie war von Laura Fehlmanns Reisekolumne in dieser Zeitung nämlich so beeindruckt, dass sie sich ein Treffen mit ihr wünschte. Wenn man sie gefragt hätte, neben wem sie im Flugzeug einmal sitzen möchte, dann wäre das Laura Fehlmann gewesen, sagt Therese Schmid. Deshalb hat sie sich an die «Forum»-­Redaktion gewandt.

«Ich kann manchmal aber auch eklig sein», sagt Laura Fehlmann und lacht. «Trotzdem», erwidert Therese Schmid. Sie habe interessiert, was das für ein Mensch sei, der bereit sei, für ein solches Abenteuer so viel auf sich zu nehmen.

Waldbrand in Sibirien

Und auf sich genommen hat die frisch pensionierte Journalistin einiges. 100 Kilometer ist sie täglich geradelt, hat schöne und weniger schöne Orte passiert. Kam vorbei an Ölraffinerien, Abfallbergen, aber auch an unendlichen Wäldern und sommerlicher Blütenpracht in Sibirien. Dort bekam sie dann auch die Waldbrände hautnah mit. «Wir dachten erst, es handle sich um Nebel oder Abgase, bis wir gemerkt haben, dass es Rauch ist.» Die Folgen davon spürt Laura Fehlmann noch heute. «Mein Asthma hat sich verschlimmert.»

Vorerst keine weiten Reisen

Probleme mit den Atemwegen hat auch Therese Schmid. Eine solche Veloreise könnte sie aus gesundheitlichen Gründen gar nicht machen, sagt die pensionierte Kauffrau. Gereist sei sie aber sonst viel, oft auch ganz einfach, wie die 76-Jährige sagt. Etwa im Hochland in Papua-Neuguinea oder in Indonesien. «Mich interessiert, wie die Menschen an diesen Orten leben.»

Reisen ist ein Thema, das die beiden verbindet. Wohin sie denn ihr nächstes Abenteuer führe, will Therese Schmid von der Journalistin wissen. «So lange weg kann ich nicht mehr, höchstens noch drei, vier Wochen», sagt Fehlmann. Eine Veloreise werde sie in diesem Jahr wohl nur im Schwarzwald machen. Nun habe sie andere Prioritäten. «Einmal in der Woche hüte ich mein Grosskind.» Zudem wolle sie ihren Garten umgestalten und darin ein Bienenvolk artgerecht halten.

So plaudern die beiden Frauen angeregt über Gärten, Insekten und Aquagymnastik. Es zeigt sich: Nicht nur die grossen Abenteuer, auch die kleinen Alltagsereignisse bieten Gesprächsstoff.

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