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«Bisher hatte ich nicht den Mut, einen Neuanfang zu wagen»

Margret Mäder aus Gümmenen arbeitet bei der Spitex. Zu ihrer Arbeit gehört nicht nur die körperliche Pflege, sondern auch ein tröstendes Gespräch. Zu sehen, wie einsam manche Menschen sind, macht der 57-Jährigen oft zu schaffen.

Margret Mäder hat Ferien. Deshalb gönnt sie sich an diesem schönen Sommermorgen einen Termin bei der Akupunktur. Der BZ-Zug bringt die 57-Jährige von Gümmenen nach Bern. Normalerweise ist Mäder um diese Zeit mit dem Auto unterwegs und erledigt Einkäufe für ältere Menschen, hilft ihnen bei der Morgentoilette oder leiht ihr Ohr einem Menschen für dessen Sorgen oder Gebrechen. Seit vier Jahren arbeitet die Mutter einer erwachsenen Tochter bei der Spitex Bern im Ostring. Mäder mag ihre Arbeit sehr, auch wenn sie immer wieder mit harten Schicksalen konfrontiert wird: «Oft treffe ich auf Menschen, deren Situation mich richtig belastet», erzählt die Frau. Etwa wenn jemand völlig verwahrlost oder vereinsamt sei. Es gebe viele Menschen, die keinerlei Umfeld hätten. «Deshalb spielt das Zuhören in meinem Beruf eine ebenso wichtige Rolle wie die Körperpflege.»

Die Allrounderin

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