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Co-Working-Spaces im Emmental«Büro teilen» ist im Emmental kein Bedürfnis

In Städten scheinen die Co-Working-Spaces zu funktionieren. Im Emmental hält sich die Nachfrage nach dem stunden-oder tageweisen Mieten eines Büroplatzes in Grenzen.

Temporär einen Büroplatz mieten, diese Möglichkeit wird im Emmental kaum genutzt.  (Symbolbild)
Temporär einen Büroplatz mieten, diese Möglichkeit wird im Emmental kaum genutzt. (Symbolbild)
Foto: Urs Jaudas/Tamedia

In den letzten Jahren wurden wenige Co-Working-Spaces in der Region Emmental eröffnet. Im Vergleich zu grösseren Städten wie Bern oder Zürich scheint sich das Konzept in ländlicheren Gebieten weniger durchzusetzen. Diese Erfahrung hat Markus Baumann gemacht. Vor fast zwei Jahren gründete er die Wärchbude in Langnau im ehemaligen BZ-Gebäude. Doch die fünf Arbeitsplätze wurden selten bis gar nicht gemietet. Deshalb ist der Co-Working-Ort Wärchbude Anfang 2020 zugegangen.

Auch Toni Lenz vom Co-Working-Space mit dem Namen Büroteilet hat die Situation falsch eingeschätzt. Von zehn Arbeitsplätzen im Gemeinschaftsbüro am Mühlegässli 1 sind vier besetzt. «Wegen Corona musste eine Person vorübergehend aussteigen», sagt Lenz. Ihr Arbeitgeber erachtete es nicht als sinnvoll, dass sie anstatt im offiziellen Büro ihres Betriebs in einem anderen Grossraumbüro arbeitete. «Es hat sich ein harter Kern von Nutzern herausgebildet», so Lenz. Er mache keine Werbung mehr für das Angebot, hofft aber auf Mund-zu-Mund-Propaganda. «In Langnau scheint das Bedürfnis nach Co-Working-Spaces klein zu sein.»

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