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Dritte Niederlage in FolgeBSV verharrt im Mittelmass

Nach der 24:25-Niederlage gegen St. Otmar hat der BSV Bern den Anschluss an die Spitzengruppe verloren. Das Team hat auch mit Ausfällen zu kämpfen.

Samuel Weingartner (BSV, links) versucht sich gegen den St. Galler Frederic Wüstner durchzusetzen.
Samuel Weingartner (BSV, links) versucht sich gegen den St. Galler Frederic Wüstner durchzusetzen.
Foto: Marcel Bieri

Die Chance auf einen Sieg wäre da gewesen, im Erfolgsfall hätte der BSV Bern bis auf einen Verlustpunkt zum Gegner St. Otmar St. Gallen aufschliessen können. Die Chance wurde verpasst, die Berner verloren 24:25 und damit zum dritten Mal in Folge. Der Rückstand auf die ersten fünf der NLA ist gross geworden, der BSV wird sicher einige weitere Wochen in der unteren Tabellenhälfte verbringen.

«Wir waren zu wenig clever, müssen auch im Angriff wieder konsequenter spielen.»

Samuel Weingartner, BSV Bern

«Wir haben es in den eigenen Händen gehabt, zu gewinnen», sagte Rückraumspieler Samuel Weingartner klar und deutlich. «Wir waren zu wenig clever, müssen auch im Angriff wieder konsequenter spielen.» In der Abwehr steigerten sich die Berner gegenüber dem völlig missratenen Spiel am Mittwoch bei Kriens-Luzern (24:36) und agierten wieder kompakt und aggressiv. Dies reichte jedoch nicht zum Erfolg, weil etliche gute Abschlussgelegenheiten ungenutzt blieben. Dazu kamen unglückliche Schiedsrichterentscheidungen in der Schlussphase zuungunsten des Heimteams. Weingartner wollte dies jedoch nicht als Ursache für die Niederlage benennen. «Man sollte nicht den Schiedsrichtern die Schuld geben, wenn man verliert», meinte er.

Kaleb und Getzmann früh out

Beim BSV passen derzeit nicht alle Puzzleteile zusammen. Die Leistungen reichen dazu aus, um gegen die schwächeren Teams der NLA die Spiele meist souverän zu gestalten. Gegen die Top 5 der Liga gelang bis jetzt nur ein Exploit, beim 18:17-Heimsieg gegen Suhr Aarau Mitte September.

Aktuell präsentiert sich auch die Situation in Sachen Personal nicht optimal. Michael Kusio musste sich wegen eines Corona-Falls im privaten Umfeld in Quarantäne begeben, er wurde auch am Samstag wegen Trainingsrückstands noch nicht eingesetzt. Max Freiberg fehlte verletzt, Luca Mühlemann verbrachte gegen St. Otmar angeschlagen die gesamten 60 Minuten auf der Bank. Während der ersten Halbzeit fielen zudem noch Ante Kaleb und Simon Getzmann aus. Der Kroate konnte wenigstens rasch wieder sein Team vom Spielfeldrand aus unterstützen, der am Knie verletzte Getzmann hingegen nicht.

«Ich bin Sportler, und so besteht die Chance, es gleich wieder besser zu machen.»

Samuel Weingartner, BSV Bern

Positiv hervorgehoben werden konnten der junge Spielmacher Nico Eggimann und Weingartner, der sich als sicherer Siebenmeterschütze erwies, nachdem Kaleb und Getzmann nicht mehr hatten antreten können. Bereits am Mittwoch (19 Uhr) stehen die Berner beim Heimspiel gegen Pfadi Winterthur wieder im Einsatz. Die am 24. Oktober verschobene Partie wurde gegen den Willen der BSV-Verantwortlichen erst am Freitag auf diesen Termin angesetzt. «Ich bin Sportler, und so besteht die Chance, es gleich wieder besser zu machen», sah Weingartner auch einen Vorteil in dieser Spielansetzung.