Zum Hauptinhalt springen

«Grossmehrheitlich Nachteile»Bremgarten will nicht mit Bern fusionieren

Der Gemeinderat von Bremgarten steigt aus dem Projekt «Kooperation Bern» aus. In einer Online-Umfrage hätte sich eine Mehrheit der Teilnehmenden kritisch geäussert, begründet der Gemeinderat den Schritt.

Bremgarten will nicht mit der Stadt Bern (im Bild) fusionieren. (Archivbild)
Bremgarten will nicht mit der Stadt Bern (im Bild) fusionieren. (Archivbild)
Foto: Keystone/Peter Schneider

Die Berner Vorortgemeinde Bremgarten will nicht mit der Stadt Bern fusionieren. Der Gemeinderat steigt aus dem Projekt Kooperation Bern aus, wie er am Donnerstag mitteilte. In einer Online-Umfrage hatte sich eine grosse Mehrheit der Teilnehmenden kritisch gezeigt.

87 Prozent der Rückmeldungen aus Bremgarten seien fusionskritisch und sähen bei einer Fusion mit der Stadt Bern grossmehrheitlich Nachteile, schreibt der Gemeinderat. Er habe die Ergebnisse der Konsultation sowie die Machbarkeitsstudie eingehend geprüft und beschlossen, das Projekt Kooperation Bern nicht weiterzuführen.

Der Gemeinderat verzichtet in eigener Kompetenz darauf, das Geschäft einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung im Frühjahr 2021 vorzulegen. In der Umfrage hatten 85 Prozent der Teilnehmenden weitere Fusionsverhandlungen abgelehnt. An der Online-Umfrage beteiligten sich 227 Privatpersonen und 3 Organisationen aus Bremgarten.

Konkretisiert haben sich die Fusionsabsichten im Raum Bern bislang in Ostermundigen und Bern. Beide Gemeinderäte haben inzwischen entschieden, mit der Aufnahme von Fusionsverhandlungen einen Schritt weiterzugehen. Die Parlamente müssen dazu noch grünes Licht geben.

Im Rahmen des Projektes «Kooperation Bern» hatten die Gemeinden Bern, Bolligen, Bremgarten, Frauenkappelen, Kehrsatz und Ostermundigen eine Machbarkeitsstudie erarbeiten lassen. Die anderen Projektgemeinden sollten ihre Grundsatzentscheide gemäss Fahrplan im ersten Quartal 2021 fällen.

sda/tag

4 Kommentare
    Jüre Bern

    Als Mundiger gratuliere ich der Gemeinde Bremgarten für ihren Entscheid. Die Stadt Bern löst nämlich das Mundiger Finanzproblem nicht. Die Stadt hat ja selber Geldsorgen.