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Das Wochenendprogramm von Redaktorin Nina Kobelt, Fräulein P. und Frau S.

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Was nun? Das Fräulein starrt uns fordernd an. Wir sitzen auf ihrer Terrasse, trinken schon morgens um zehn Rosé, vielleicht ist es ja das letzte Mal, dr Summer isch verby, wirft Frau S. dieser Tage gern in die Runde.Frau S. ist dran mit Wochenende-Organisieren und schlägt vor:

  • Nach Meteoritenteilen graben beim Twannberg.
  • Den bösen Wolf aufstöbern in Guggisberg.
  • Am Stadtfest Männer anbaggern.

Ich bin selbstverständlich für die Variante Wolf. Im Gantrischgebiet, wo eine Treibhündin totgebissen wurde, vermute ich die kleinste Menschen­ansammlung, was mir nach diesem Sommer der Grossevents höchst verlockend erscheint.

Frau S. sieht sich eher als Meteoritenjägerin und tendiert für Twann, wo sie das 601. Teilchen des Meteoritentyps IIG finden will. Es isch e heisse Summer gsy, sagt sie jetzt.

Apropos heiss, sage ich, die Himbeerglace auf dem Stadtfestplakat. Hab gehört, man hätte die Glace in der Stadt verteilen wollen. Aber irgendein Gesetz verbietet es, verpackte Lebensmittel auf öffentlichem Grund zu verschenken.

Okaaaay, sagt das Fräulein.

U solang me aus ma frässe, wo me schlückt, singt Frau S.

Wir haben begriffen, dass du sämtliche Züri-West-Lieder auswendig gelernt hast, um damit dann am Abend in Bern-West bei den Typen anzugeben, schnauzt Fräulein P. Frau S. an. Jetzt hab ich Hunger!

Wisst ihr was, sage ich müde. Wir fahren einfach nach Bümpliz. Dort können wir wolfsmässig ko(s)mische Männer reissen, und alle haben etwas davon. (Berner Zeitung)

Erstellt: 19.08.2016, 19:27 Uhr

Nina Kobelt

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