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Liebe, Sex und Mord

Jürg Mosimann, der ehemalige Sprecher der Kantonspolizei Bern, hat für die BZ den «Tatort» geschaut.

Jürg Mosimann: Der ehemalige Sprecher der Kantonspolizei Bern meldet sich in unregelmässigen Abständen zum «Tatort» zu Wort.
Jürg Mosimann: Der ehemalige Sprecher der Kantonspolizei Bern meldet sich in unregelmässigen Abständen zum «Tatort» zu Wort.
Susanne Keller

Tja, so vielseitig kann Polizeiarbeit sein. Vor drei Wochen war Kommissar Ivo Batic (Miroslav Nemec) dank seinem Kollegen Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) noch knapp einem Leben im Rollstuhl entronnen.

Und in der «Tatort»-Folge «Die Liebe ist ein seltsames Spiel» (Regie: Rainer Kaufmann) gestern Sonntag bekamen es die beiden mit Liebe, Sex und Eifersucht zu tun. Selbst Kommissar Batic genoss die Schäferstündchen mit einer verheirateten Frau. So sehr, dass er sich von Kollege Leitmayr sagen lassen musste, er solle doch wieder einmal mit dem oberen Kopf denken.

Ich habe auch nachgedacht und bin zum Schluss gekommen, dass die eindrücklichen Bilder vom pulsierenden Strassenverkehrin München nur symbolischen Charakter hatten. Sie passten wunderbar zum amourösen Lebenswandel des Architekten Jacobi (Martin Feifel). Dieser hatte nicht nur ein Schatzi, sondern vier! Aber nur eines von ihnen wusste von den anderen.

Als zwei von Jacobis Herzdamen ermordet wurden, waren Batic und Leitmayr gefragt. Logisch, dass sie zuerst einmal den Westentaschencasanovaverdächtigten. Und schon war er wieder da, der Moment, in dem ich zu meiner Frau sagte: «Die machen sich das viel zu einfach. Der ist es auf keinen Fall.»

Hätten die Kommissare echte Fahnder gefragt, hätten die ­ihnen gesagt, dass nicht alles so sein muss, was es scheint. So suchten Batic und Leitmayr die Täterschaft im Kreis der Schatzis. Wieder vergeblich. Aber nach 90 Filmminuten war der Fall geklärt.

Dass Drehbuchautorin Katrin Bühlig dabei ihre künstlerischen Freiheiten so richtig ausgereizt hat, war ihr gutes Recht. Und dass die Liebe ein seltsames Spiel ist, hat mir Connie Francis mit ihrem Hit bereits in den Sechzigern klargemacht.

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