Besser als Trump

Ohne Rückgrat oder über Leichen: Fünf Alternativen zum neugewählten US-Präsidenten aus Serien.

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«Heute gäbe ich alles dafür, George W. Bush zurückzuhaben», schreibt die US-Kollegin. Am Tag nach den geschichtsträchtigen Wahlen fragen sich viele dies- und jenseits der Facebook-Timeline, wer eine bessere Wahl gewesen wäre als Donald Trump. Auch diese fünf Serienpräsidenten aus amerikanischen Produktionen bieten sich an:

Nixons Kopf im Wasserglas aus «Futurama»: Im 31. Jahrtausend regiert der körperlose Richard Nixon in Formaldehyd eingelegt nicht nur die Vereinigten Staaten, sondern die ganze Welt. Korrupt, opportunistisch und feige ist der mächtigste Mann der Animationsserie – aber immerhin mit über tausend Jahren Politikerfahrung.

Francis Underwood (Kevin Spacey) aus «House of Cards»: Zwar geht er für das Präsidentenamt in diesem Politthriller über Leichen und spielt mit seinen Zeitgenossen, als handle es sich um Marionetten – aber immerhin hat Underwood ein konstruktives politisches Programm, etwa die Erschaffung neuer Arbeitsplätze («America Works»).

Charles Logan (Gregory Itzin) aus «24»: Es ist kein Zufall, dass President Logan, beziehungsweise der Darsteller Gregory Itzin, optisch eine unverschämte Ähnlichkeit mit Richard Nixon aufweist. Logan ist verstrickt in (terroristische) Verschwörungen und somit nicht nur der mächtigste Mann der USA – sondern zugleich Staatsfeind Nummer eins in der actionreichen Serie. Was ihn von Trump abhebt? Die perfekt sitzenden Anzüge.

Der Demogorgon aus «Stranger Things»: Offiziell trägt das Monster aus der Mystery-Serie keinen Titel à la Commander- in-Chief, aber es ist der tyrannische Alleinherrscher über eine Paralleldimension. Tritt es über in unsere Realität, verbreitet es Angst und Schrecken – aber eben: Es besteht immer die Möglichkeit, dass es sich wieder in seine Welt zurückzieht.

Selina Meyer (Julia Louis-Dreyfus) aus «Veep»: Die wohl egozentrischste (Vize-)Präsidentin im US-Fernsehen patzt verbal im Minutentakt: «Brillen lassen mich schwach aussehen. Sie sind wie Rollstühle für Augen.» Das ist aber bekanntlich kein Grund, nicht ins Weisse Haus zu ziehen. Und dass Madam President aus der preisgekrönten Satire vor allem geliebt werden will, ist allemal besser, als eine Präsidentschaft auf Hass zu bauen.

(Berner Zeitung)

Erstellt: 10.11.2016, 13:54 Uhr

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