Bei Anruf Party

Pyjama-Partys? Clubs? Ein Anruf bei der UPC genügt für erstklassigen Sound.

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Ganz früher feierten wir am Freitagabend Pyjama-Partys. Dann gingen wir in Clubs. Heute rufen wir bei der Helpline der UPC an. Der Sound ist erstklassig: Immer klingt die Soulpop-Zwischenbeschallung so, als ob ein UPC-Mitarbeiter persönlich seine Lieblingsplatten vorspielte. Auf einem Gerät aus den Siebzigerjahren.Wir jetzt also zu dritt um Fräulein P.s Handy, Lautsprecher on.

UPC heisst uns willkommen. Herzlich. Und fordert uns auf, eine Sprache zu wählen.

Schade, kann man sich nicht einen Dialekt aussuchen, sagt Frau S. Ui! Ich würde den Bündner wählen, sagt Fräulein P. Der klingt so sexy.

Und dann heisst uns UPC noch einmal willkommen. Immer noch herzlich. Und sagt, ­alle Kundenberater seien besetzt, die Wartezeit dauere über 15 Minuten.

Wir prosten uns zu.

Wippen zu «Don’t Stop ’Til You Get Enough», Michael Jackson.

«Es bestehen Wartezeiten bis zu 15 Minuten.»

Immer noch?, fragt Frau S.

«Beggin’» von Madcon.

Wir tänzeln glückselig.

«Wir bitten Sie um etwas ­Geduld. Sie werden mit dem nächsten freien Kundenberater verbunden.»

Und wir tanzen weiter.

Nach 41 Minuten und 5 Sekunden meldet sich ein UPC-Mitarbeiter.

Na, das wäre dann wohl ein Berner gewesen, sagt Fräulein P. Und drückt den freien Kundenberater weg. (Berner Zeitung)

Erstellt: 01.09.2017, 17:29 Uhr

Bern! Biel! Burgdorf! Das Leben! Fabian Sommer, Nina Kobelt (Bild), Maria Künzli und Martin Burkhalter führen an dieser Stelle unter dem Titel «Bern & so» die Kolumne «Greater Berne» weiter. Sie teilen abwechselnd ihre kleinen und grossen Beobachtungen. Alle Folgen finden Sie auf bernundso.bernerzeitung.ch.

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