Loubegaffer: Missen-Alarm in Bern

Die Loubegafferschauen hin, hören zu und rapportieren, was unter den Berner Lauben zu reden gibt.

Doppeleinsatz in Bern: Linda Fäh (Mitte), Ex-Miss Schweiz.

Doppeleinsatz in Bern: Linda Fäh (Mitte), Ex-Miss Schweiz. Bild: Usgang.ch

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Sind Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, am Samstagabend so um 23 Uhr im Nüünitram auffallend viele weiss bekleidete Damen und Herren aufgefallen und konnten Sie sich darauf keinen Reim machen? Die Loubegaffer können Sie aufklären: Die adrett aussehenden Partygänger waren auf dem Weg an die Mykonos-Party im Kursaal. Weisse ­Klei­dung lautet dort der Dresscode. Initianten der Party sind die ­Brüder Seigi und Stelios Sterkoudis. Sie gelten als Zürichs Partykönige und haben – wie ­ihre Namen verraten – griechische Wurzeln.

Auch an der Mykonos-Party 2018 herrschte Missen-Alarm. Die ehemaligen Schönheitsköniginnen Nadine Vinzens, Amanda Ammann und Linda Fäh waren am Samstagabend im Kursaal ­dabei. Wie hoch ihre Gage für den Besuch der Party ist, wissen die Loubegaffer nicht. Aber sie bleiben am Thema dran. Für die St. Gallerin Linda Fäh lohnte sich die Reise doppelt. Sie war am Sonntag an den Swiss Skills am Stand der Bäcker als Moderatorin engagiert. Partymüdigkeit war ihr nicht anzu­sehen.

Restaurantbetreiber haben es heute nicht einfach. Schon lange reicht es nicht mehr, Bier aus­zuschenken und Schnipo zu servieren. Wer im Trend sein will, muss in seinem Lokal eine Konzert­reihe präsentieren können. ­Daniel Siegenthaler, Chef des Hotels Bern und des Volkshauses, ist kürzlich mit der Band Roverkings rund um Bruno Dietrich in die Herbstsaison gestartet. Nun ist den Loubegaffern zu Ohren gekommen, dass es bald auch im ­«Parlament» eine Konzertreihe geben wird. Alt-Stadtrat und Wirt Hasim Sönmez startet die Reihe mit der neuen Band des Berner Gitarrengotts Mario ­Capitanio. Doch mit der Italoband Zialisa wird er nicht Gitarre ­spielen, sondern als ­Sänger auftreten. An der Text­sicherheit müsse er ­indes noch etwas arbeiten, ist aus dem Probenraum zu hören. Aber bis zum 25. Oktober bleibt ja noch ­etwas Zeit.

Die Loubegaffer haben es gut; sie müssen nur einmal pro Woche an dieser Stelle rapportieren, was sie unter Berns Lauben beobachtet haben. Ein Vielfaches mehr schreibt Thomas Born­hauser. 28 Jahre lang war er ­Leiter ­Kommunikation und ­Kulturelles bei der Migros Aare, und seit seiner Pensionierung gibt es den «Schreibstau» in seinem Wortschatz nicht. Seit ­einigen Jahren ist er auch Krimi­autor. Drei Krimis hat er bereits verfasst. In seinem neuesten ­Roman mit dem Titel «Wohlensee», er erscheint Ende Oktober im Thuner Verlag Werd &­Weber, geht es unter ­anderem um Doping.

Und der schreibwütige Thomas Bornhauser hat bereits einen fünften Krimi für nächstes Jahr im Köcher: Sein Protagonist ­Joseph «J. R.» Ritter und sein Team ermitteln dann im Bereich des internationalen Kunsthandels. Wie die Loubegaffer erfahren haben, werden auch Glaubensgemeinschaften, Sekten und die Atomkraft thematisiert.

stadtbern@bernerzeitung.ch (Berner Zeitung)

Erstellt: 18.09.2018, 09:45 Uhr

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