«Aufpassen bei der Ernährung»

Viktorija Golubic (WTA 51) erzählt von ihren Erlebnissen rund um das Ladies Open Biel.

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Weil das Doppel erst nach 20 Uhr auf dem Programm stand, was ungewöhnlich ist, verbrachte ich einen ruhigen Vormittag. Nach dem Mittag begab ich mich auf die Anlage, wo ich ein intensives Warm-up absolvierte. Ich begab mich aufs Laufband, machte Sprünge, Übungen für den Rumpf und mit dem Thera-Band.

Danach habe ich mich über eine Stunde lang mit Marketa Vondrousova eingespielt. Die Tschechin hatte am Morgen die Qualifikation überstanden und wollte noch etwas trainieren. Um 17.30 Uhr nahm ich in der Players Lounge eine Mahlzeit ein. Wichtig ist, vor einem Match genügend Kohlenhydrate zu sich zu nehmen. Diesmal entschied ich mich für Poulet mit Reis.

Während eines Spiels verpflege ich mich mit isotonischen Getränken, Riegeln und Energygels. Bei der Ernährung muss man extrem aufpassen, denn Doping ist ein heikles Thema. Ich trage meine Trinkflasche daher immer mit mir herum – als Vorsichtsmassnahme. Hier in Biel mache ich mir keine Sorgen, trotzdem achte ich aus Gewohnheit darauf, keine offenen Getränke zu konsumieren.

Besonders aufpassen müssen wir Profisportler bei den Medikamenten. Auf der App von Antidoping Schweiz kann man alles überprüfen. Befinde ich mich im Ausland und bin auf ein Mittel angewiesen, rufe ich entweder an oder lasse die Inhaltsstoffe vom WTA-Arzt überprüfen. Als ich einen Weisheitszahn ziehen lassen musste, wäre eine verbotene Substanz auf die Wunde gekommen. Da musste der Zahnarzt für mich eine Sonderlösung finden.

Seit dieser Saison ist im Doppel Kristyna Pliskova, die Zwillingsschwester der Weltnummer 3, meine Standardpartnerin. Nachdem wir am Australian Open gut harmoniert hatten, beschlossen wir, weiterhin gemeinsame Sache zu machen. Wir haben bis und mit dem French Open in Paris geplant.

Dass wir gleich in der ersten Runde auf das Duo Belinda Bencic/Amra Sadikovic trafen, hätte aus meiner Sicht nicht sein müssen. Doch letztlich geht es unabhängig von den Gegnerinnen ums Weiterkommen – und das haben wir zum Glück geschafft.

(Berner Zeitung)

Erstellt: 11.04.2017, 10:40 Uhr

Viktorija Golubic. (Bild: Keystone )

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