Adieu

Zufälle ereignen sich überall – sogar in der schönsten Stadt des Kantons. Die letzte Kolumne des Fabian Sommer.

Ich traf den alten Bekannten an einem Ligaspiel des grossen FC Madretsch, Stadtderby gegen Etoile Biel, 6:2-Sieg. Er sagte, dass das Leben eine Aneinanderreihung von Zufällen sei. Dann erzählte er. Letzte Woche räumte er seinen Keller auf und fand eine Kiste mit mehr als hundert alten Mitteilungsblättern seines ehemaligen Fussballvereins.

Genau in dem Moment, als er die Kiste zwecks Entsorgung auf die Strasse stellen wollte, fuhr ein langjähriges Vorstandsmitglied ebendieses Vereins durchs Quartier. Er hielt an, lud die Kiste ein und brachte sie ins Vereinsarchiv.

Ich staunte und stimmte dem Bekannten zu. Es ist schliesslich auch nur Zufall, dass ich diese Woche meine letzten Zeilen für diese wunderbare Kolumnenserie schreiben darf.

Ausgerechnet diese Woche bin ich aus der wirtschaftlich stärksten, schönsten, innovativsten und interessantesten Stadt im Kanton (ja, Biel) weggezogen. Ich wohne jetzt in der wirtschaftlich stärksten, schönsten, innovativsten und interessantesten suburbanen Gemeinde der Schweiz (ja genau, Brügg bei Biel).

All das aber, liebe Leserin, lieber Leser, muss Sie nicht weiter kümmern. Ab Ende September wird Kollegin Simone Lippuner in dieser Kolumnenserie die Stadt Biel mehr als würdig vertreten. Ihr übrigens habe ich diese Woche einen Witz über Zufälle erzählt. Sie krümmte sich vor Lachen. Ich hoffe, ­Ihnen geht es ähnlich.

Also. Fragt der Kellner einen Gast: «Wie fanden Sie das Rindsfilet, mein Herr?» Der Gast antwortet: «Ganz zufällig, als ich das Gemüse beiseiteschob.»

Es war mir eine Ehre. Alles Liebe, liebe Freunde!

Berner Zeitung

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