Tag 2: Veganer am Stammtisch

Darf ich als Veganerin Pilze essen? Oder Zigaretten rauchen? Bier trinken? Am veganen Stammtisch in der Brasserie Lorraine wird BZ-Redaktorin Claudia Salzmann aufgeklärt. Und ausgefragt.

Ein veganer Stammtisch in der Brasserie Lorraine.

Ein veganer Stammtisch in der Brasserie Lorraine. Bild: Claudia Salzmann

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Einmal pro Monat findet in der Brasserie Lorraine ein veganer Stammtisch statt, was am Donnerstag der Fall war. Ich brilliere mit Verspätung, auch weil ich draussen im wunderschönen Garten noch eine Zigi rauche, und bekomme den letzten Platz am Rande. 16 VeganerInnen sind da, viele kennen einander und ich sitze bei den Neuen, die seit zwei Monaten bis zu zweieinhalb Jahren vegan leben.

Nebst den Themen wie WGs, Unistart, Bauernhöfe, Gruftistil, Ausgang, Tierversuche, Steampunks, René Schudel sprachen wir auch über vegane Zigaretten (nur Manitou und Pueblo sind ohne Tierversuche) und Bier. Hier möchte ich ausholen: Bier, das nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut wurde, ist vegan. Nicht so andere ausländische Biere (z. B. Guinness) oder Trendbiere (ein Honigbier geht gaaaaar nicht). Wer also trübes Schweizer Bier bestellt, ist auf der sicheren Seite, sonst hilft die App Animals Liberty oder die Seite Barnivore.

Zwei Fragen, die ich mit an den Stammtisch bringe, sind: Dürfen Veganer Wasser trinken? Oder essen Pilze? Da sind ja auch Mikroorganismen drin. «Ein Lebewesen ist nur, was ein Nervensystem hat und zu dem du eine Beziehung aufbauen könntest», war die Antwort. Wer behauptet, dass ein Rüebli ein Lebewesen ist, soll mal versuchen dazu eine Beziehung aufzubauen.

Mittlerweile haben wir bestellt. Dass das Rindsgeschnetzelte aus ist, findet irgendwie niemand traurig. Auf der Karte stehen fünf Gerichte, die in veganer Variante erhältlich sind. Selbst das Wildessen am 25. Oktober gibts vegan, was ich mir noch nicht so vorstellen kann.

Gut, mehr hab ich aus den Stammtischbesuchern nicht rausgebracht. Aus zwei Gründen: Ich hatte die meiste Zeit den Mund voll mit Randen-Wallnuss-Pasta (im Bild), – die unspektakulär gewürzt waren, dafür knallig daherkamen –, oder ich wurde von ihnen über mein Experiment und Journalismus mit Fragen gelöchert. (cla)

Erstellt: 03.10.2014, 09:16 Uhr

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