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Der Rahmen

2020 wird dunkelrot mit goldenen Ornamenten – von den Vorzügen einer Agenda aus Papier.

Sandra Rutschi

Vor uns standen die leeren Teller. In meinem Glas schimmerte nur noch ein Zentimeter Rotwein. Es herrschte Aufbruchstimmung. «Wir brauchen noch ein Datum fürs nächste Treffen», fiel meiner Tischnachbarin ein. Die Runde kramte ihre Smartphones hervor. Ich räusperte mich. «Ich habe meine Agenda nicht dabei.» Meine Freunde starrten mich an. «Agenda?», spottete einer. «Wir schreiben 2020!»

Gezwungenermassen benutze ich den Google-Kalender auf der Arbeit. Man kann ja heutzutage nicht mehr einfach einen Termin mit einem Kollegen vereinbaren, und der gilt dann. Nein, es braucht eine Einladung, zur Sicherheit auch zwei. Alles muss im Computer gespeichert sein, sonst ist es nicht real. Praktisch ist es auch. Jeder kann nachschauen, wann ich verfügbar bin – jederzeit, ohne mit mir reden zu müssen.

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