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LeserreaktionenBlocher wird als Krämerseele in Erinnerung bleiben

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Heuchler oder Opfer vieler Lästerattacken: Die Meinungen zu Christoph Blochers Forderung gehen auseinander.
Heuchler oder Opfer vieler Lästerattacken: Die Meinungen zu Christoph Blochers Forderung gehen auseinander.
Keystone

Zu «Quarantänepflicht: So machen es die Anderen»

Zweite Corona-Welle dank Rückkehrern

Wie blauäugig doch die Behörden geworden sind. Die Quarantänepflicht ist ein reiner Papiertiger. Niemand ist richtig zuständig und niemand kontrolliert. Wer glaubt, dass sich Rückkehrer aus diesen Ländern freiwillig in Quarantäne begeben, ist wirklich blauäugig. All jene, die diesen Sommer aus Rücksicht in der Schweiz Ferien machen und sich an die Regeln halten, müssen zusehen, wie uns die Rückkehrer eine zweite Welle nach Hause bringen. Wir bedanken uns. Adrian Berger, Zollikofen

Zu Leserbriefen zu Christoph Blochers Ruhegehalt

Zweite Säule statt Ruhegehalt

Weil es sich um Christoph Blocher handelt und er Mitglied bei der SVP ist, wird jetzt wegen der Rente ein riesiges Tamtam gemacht. Christoph Blocher hat wie alle anderen pensionierten Bundesräte auch die Rente in der Höhe zu gut, wie sie ihm zusteht. Die Frage muss doch die sein: Ist es noch zeitgemäss, den Bundesräten eine solche Rente zu bezahlen? Könnte nicht eine Zweite Säule einbezahlt werden, so wie es Angestellte auch haben. So würden die in Pension gehenden Bundesräte AHV plus Zweite Säule erhalten. Das muss doch das Thema sein, egal um wen es sich nun handelt. Heidi Zimmermann, Frutigen

Blocher hat viel eingespart

Ich kann die ganze Anprangerei gegen Christoph Blocher bald nicht mehr lesen und hören. Auch ich bin nicht ganz glücklich mit seinem Entscheid. Nun wird ihm sein Milliardenvermögen zum Vorwurf gemacht und er wird mit gemeinen Äusserungen als Abzocker dargestellt. Aber die Wenigsten wissen, dass Herr Blocher während den vier Jahren als Bundesrat in seinem Departement 20 Millionen Franken einsparte. Auch so etwas wäre ehrliche Berichterstattung. Robert Stämpfli, Langenthal

Zitat des Tages

«Personen, die so verfahren, nennt man bei normalen Leuten Heuchler und Wortbrüchige.»

Andreas Baumgartner, Bern

Er hat die Nase voll

Seit Jahren wird über Christoph Blocher und seine Familie gelästert, was das Zeug hält, und genauso über die SVP. Es darf niemand erstaunt sein, wenn er die Rente jetzt beziehen will. Er wird denken, zugunsten eines so undankbaren Volkes werde er nicht weiter auf die Rente verzichten. Schreibe und denke das Volk, was es wolle, er hat die Nase voll von den Lästerungen. Hans-Peter Brechbühl, Bärau

Wortbruch und Heuchelei

Die Leserbriefschreiber, die Blochers Pseudorentenverzicht in Schutz nehmen, verschliessen die Augen vor dem wirklichen Problem. Blocher hat in seiner Laufbahn ja gerne die Bibel und Persönlichkeiten aus der Geschichte herangezogen. Gelegentlich hat er selber Predigten gehalten. Darum sollte er wissen, was in der Bergpredigt über das Spenden steht: «Lass Deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut». Stattdessen hat Blocher nach dem Abschied aus dem Bundesrat seinen Rentenverzicht weit ins Land hinausposaunt und politisch davon profitiert. Nun ist plötzlich alles anders und der Verzicht kein Verzicht mehr. Personen, die so verfahren, nennt man bei normalen Leuten Heuchler und Wortbrüchige. In seinem Selbstverständnis sieht sich Blocher wohl als ein bedeutender Schweizer. Zwischen ihm und beispielsweise General Guisan liegen jedoch Welten. Letzterer war ein echter Grandseigneur, Blocher wird dagegen bei vielen vor allem als Krämerseele in Erinnerung bleiben. Andreas Baumgartner, Bern

Zu «Die FDP wirft Maudet aus der Partei»

Einst war Pierre Maudet Kandidat für den Bundesrat, nun hat die FDP ihn aus der Partei geworfen.
Einst war Pierre Maudet Kandidat für den Bundesrat, nun hat die FDP ihn aus der Partei geworfen.
Keystone

Fall Maudet schuf Angriffsflanken

Der ehemalige Bundesratskandidat Maudet verrät mit seinem Verhalten alle Werte des Freisinns. Der Genfer Streit findet nun ein Ende. Die FDP bereinigte konsequent mit den richtigen Politthemen ihre Reparaturfelder seit dem Finanzplatzdebakel des Zürcher Freisinns in den 80er-Jahren. Gerade weil die liberalen Grundwerte so schwierig zu kommunizieren sind und nicht mit populistischen Politinhalten gestritten werden kann, ist es umso wichtiger, dass die historisch staatstragende Partei mit glaubwürdigen Köpfen beim Souverän wahrnehmungsstark im ehrlichen Diskurs ankommt. Gefragt sind die richtigen Köpfe, die die Stärkung menschlicher Grundwerte in die Gesellschaft mit fassbaren Botschaften zu transportieren vermögen. Der Fall Maudet schuf offene Angriffsflanken für die Konkurrenz. Klare, ehrliche und fundamentale liberale Werte müssen in allen Politikbereichen, insbesondere in der Personalpolitik, erkennbar sein. Roger E. Schärer, Trin Mulin

Zu «Auch Bern bekommt E-Trottinette»

Muss das sein?

Wieder ein Gefährt in der Stadt mehr, das die Fussgänger und Einkaufstouristen verunsichert. Ist bekannt, dass es immer wieder Leute gibt, die auch bei E-Gefährten nicht Rücksicht nehmen und sich stets selber den Vortritt geben? Betreffend E-Trottinette: Muss man damit übrigens unbedingt auf den Perrons herumfahren, nur weil man nicht gehen möchte? Martin Fischer, Worb