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So wurde das Double gefeiertPolizei führt zwei Fans vor dem Stadion ab

YB ist am Sonntagabend erstmals seit 62 Jahren das Double gelungen. Bis auf einen Zwischenfall vor dem Stadion blieb es nach dem Spiel ruhig. Wir berichteten live.

Pyros vor dem Stadion: Im Wankdorf...
Pyros vor dem Stadion: Im Wankdorf...
Christian Pfander
...musste die Polizei dann doch noch eingreifen.
...musste die Polizei dann doch noch eingreifen.
Christian Pfander
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LIVE TICKER BEENDET

Ende der Berichterstattung

Nun ist Bern eine Geisterstadt. Vor dem Stadion ist es nun ruhig, in der Aarbergergasse spielen noch zwei Männer Fussball, ansonsten ist es auch da leer.

Und auch alle anderen Hotspots, etwa der Breitenrainplatz und der Vorplatz der Reitschule, sind leer. Es regnet, eine kalte Bise weht durch die Strassen. Zeit, diesen Newsticker zu beenden und das YB-Double in den eigenen - hoffentlich ein wenig aufgewärmten - vier Wänden noch ein wenig zu feiern. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

Unser Redaktor Benjamin Lauener war während des Cupfinals in der Berner Aarbergergasse unterwegs. Lesen Sie in seiner Reportage, wie es sich anfühlte, dort mit YB mitzufiebern.

«Doublet genäht»: Kapo mit Wortspiel

Während des gesamten Cupfinal-Abends hat die Kantonspolizei Bern immer mal wieder auf Twitter über die aktuelle Lage informiert. Nun verabschieden sich die Medienverantwortlichen für heute von der Kurznachrichten-Plattform - mit einem kleinen Wortspiel:

Zwischenbilanz der Polizei

Offenbar musste die Kantonspolizei Bern beim Pyro-Vorfall vor dem Stadion Wankdorf eingreifen und zwei Personen auf Polizeiwachen mitnehmen. Ansonsten blieb es aber ruhig, wie einer entsprechenden Meldung auf Twitter zu entnehmen ist.

Nun ist es auch vor dem Stadion ruhig

Nachdem sich am früheren Abend noch einige Fans vor dem Stadion versammelt und Pyros gezündet hatten, ist es inzwischen auch dort ruhig geworden. Die Polizei ist abgezogen, neben einigen wenigen Fans im Restaurant Eleven ist es nun menschenleer.

Fans zünden Pyros vor dem Stadion

Es wird doch noch gefeiert: Vor dem Stadion haben sich Fans versammelt, um anzustossen, zu johlen und Pyros zu zünden.

Fans feiern vor dem Stadion
Vor dem Stadion haben sich am Sonntagabend einige Fans versammelt, um zu feiern.
Video: Claudia Salzmann
Ruhe in der Aarbergergasse: Bars und Restaurants schliessen

Es bleibt ruhig in der Aarbergergasse, auch anderthalb Stunden nach dem Schlusspfiff. Bars und Restaurants räumen ihre Aussenplätze zusammen und schliessen allmählich. Die Fans scheinen sich diesmal - anders als beim Titelgewinn im Juli - an die Anweisungen der Behörden zu halten und zuhause in kleineren Gruppen zu feiern. Auch die Polizei ist in der Innenstadt längst nicht mehr so präsent wie noch während des Spiels. (chh)

Moderater Fanaufmarsch in der Innenstadt: Die Übersicht

Das Cupfinalspiel zwischen den Berner Young Boys und dem FC Basel hat am frühen Sonntagabend lediglich für einen moderaten Fanaufmarsch in der Berner Innenstadt gesorgt. Abgesehen von den Corona-Schutzmassnahmen war auch das Wetter nicht eben einladend.

In der Innenstadt übertrugen einzelne Gatrobetriebe das Finalspiel im Berner Wankdorf. Hartgesottene YB-Fans sassen an diesem kühlen, wenig sommerlichen Abend draussen vor den Fernsehbildschirmen und fieberten mit ihrer Mannschaft mit.

Auch die Polizei markierte früh Präsenz in der Stadt, um dafür zu sorgen, dass die Corona-Schutzmassnahmen auch im Siegestaumel so gut wie möglich eingehalten werden.

Doch anders als Ende Juli als die YB-Fans den Schweizer Meistertitel in der Berner Innenstadt trotz Coronapandemie ausgelassen feierten, war der Fanaufmarsch am Sonntag überschaubar.

In der Vergnügungsmeile der Aarbergergasse waren es ein paar Dutzend Fans, die das Spiel am Bildschirm mitverfolgten. Und auch rund eine Stunde nachdem YB das Finalspiel gegen den FC Basel gewonnen hatte, herrschte wenig Betriebsamkeit in der sonntagabendlichen Innenstadt. Just nach dem Ende des Fussballspiels hatte der Himmel seine Schleusen erneut geöffnet und es begann zu regnen.

Unmittelbar nach dem Cupsieg gratulierten die Behörden von Stadt und Kanton der Mannschaft zum Sieg. «Mit dem Finalsieg krönt YB eine tolle Saison und beendet damit auch eine lange Durststrecke im Cup», wird Stadtpräsident Alec von Graffenried in einer Mitteilung vom Sonntagabend zitiert.

Die Berner konnten letztmals 1987 einen Cupsieg feiern. Dass YB im selben Jahr die Meisterschaft und den Cupfinal gewinnt, liegt Jahrzehnte zurück.

Der Stadtberner Sicherheitsdirektor Reto Nause appellierte am Sonntagabend an die Fans, sich an die Vorgaben der Behörden zu halten und die Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten. Grössere Menschenansammlungen mit hohem Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus seien unbedingt zu vermeiden. Stattdessen sollten die Fans dezentral und im kleinen Kreis YB hochleben lassen. (sda)

Stolze Aare

Wer sich derzeit mit der Aareguru-App über die aktuelle Wassertemperatur des schönsten Flusses der Welt informieren will, erfährt, dass die Aare derzeit noch viel stolzer in den Rhein fliesst als sonst üblich.

Zwei Sigestore im Vergleich

Der Fussballblog «Zum Runden Leder» mit einem interessanten Fakt auf Twitter:

Kommentar zum Double von Sportredaktor Dominic Wuillemin

«Man kann es drehen und wenden, wie man will: Die Corona-Voraussetzungen nahmen dem Final den Glanz, das Aufregende. Bitter ist das vor allem auch für Guillaume Hoarau und Marco Wölfli, die ein allerletztes Mal im Aufgebot standen. Die Clublegenden hätten einen anderen Abschied verdient», schreibt BZ-Sportredaktor Dominic Wuillemin. Zum Kommentar in voller Länge gehts hier.

Polizei: «Bitte benehmt euch solidarisch!»

Auf Twitter bittet nun auch die Polizei erneut darum, dass sich die YB-Fans doch solidarisch verhalten und sich an die Corona-Distanzregeln halten sollen - trotz des Freudentaumels.

Berner Gemeinderat gratuliert YB

«Der Gemeinderat gratuliert dem Team herzlich und freut sich gemeinsam mit dem Verein und den Fans über den Gewinn des Doubles», heisst es in einer Medienmitteilung.

Anschliessend wird die Chance gleich genutzt, um die Fans daran zu erinnern, dass auf eine Freinacht verzichtet wird. Feierlichkeiten im kleineren Rahmen seien aber möglich. «Die Stadtregierung zählt dabei auf die Solidarität der Fans.»

YB ist Cupsieger!

Es ist geschafft! Als das Spiel abgepfiffen wurde, brachen die Fans in der Aarbergergasse in kollektives Gejubel aus.

Jubel in der Aarbergergasse
So reagierten die Fans, als YB Cupsieger wurde.
Video: Jürg Spori
Bei Hoarau jubeln alle

Hoarau kommt: Die Aarbergergasse ist lauter als beim Tor. Die Clublegende soll es richten. Eine Gruppe junger Männer im Pub bestellt noch eine Runde «ir Angst in», wie sie meinen. (ber)

Polizei verstärkt Präsenz

Im Cupfinal steht es nach wie vor 1:1. Die Polizei erhöht das Aufgebot in der Aarbergergasse bereits spürbar. Offenbar will man bereit sein, sollte YB das Spiel für sich entscheiden und die Fans danach in die Innenstadt strömen. (chh)

Foto: Jürg Spori
Jubel im Irish Pub

Jubel brandet auf im McCarthy‘s. Was ist geschehen? Dem FC Basel wurde ein Treffer aberkannt. Nur eine Person im ganzen Lokal mag sich nicht so recht freuen. Tatsächlich: Er ist ein Berner Basel-Fan. (ber)

Feiern, aber sicher

Die Fanarbeit Bern hat zum Cupfinal einen Flyer mit den Corona-Verhaltensregeln herausgegeben. Dieser ist auch auf den Tischen des McCarthy‘s angebracht. (ber)

Foto: ber

Hier gehts zum Spiel-Liveticker

Demnächst wird das Spiel im Stadion Wankdorf in Bern angepfiffen. Unseren Liveticker zum Cupfinal finden Sie hier.

Auch die Polizei ist schon da

Die Polizei markiert am Eingang zur Aarbergergasse auf dem Waisenhausplatz bereits Präsenz:

Foto: ber
Public-Viewing-Plätze in der Aarbergergasse gut gefüllt

Nebenan in McCarthy's Irish Pub tun sich die Fans an Bier, Burger und Fish and Chips gütlich. Sitzen kann man hier nirgendwo mehr. Und auch die Plätze vor dem Di Vino und der Heiwäg Bar sind inzwischen gut gefüllt. (ber)

In McCarthy's Irish Pub sind die Public-Viewing-Plätze kurz vor Spielbeginn gut ausgelastet.
In McCarthy's Irish Pub sind die Public-Viewing-Plätze kurz vor Spielbeginn gut ausgelastet.
Foto: ber

ber/chh