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Kommentar zum Seco-KorruptionsfallBeschämend für die Schweiz

Ein korrupter Beamter, bequeme Chefs: Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) in Bern.

Öffentlichkeitsgesetz und Whistleblower waren zentral für Aufdeckung

7 Kommentare
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    Sacha Meier

    Die von der SVPFDPCVP (letztere umlackiert) dominierte Politik will nun einmal kein starkes Öffentlichkeitsgesetz im Still eines US-amerikanischen FOIA - und auch keinen Whistleblowerschutz. So war auch der Polizeieinsatz bei Adam Quadroni eine klare und unmissverständliche Botschaft an jeden künftigen Whistleblower, die Finger von fremden korrupten Geldflüssen zu lassen. Und neu ist das auch nicht, als Christoph Meili, der die Affäre um die nachrichtenlosen Vermögen ins Rollen gebracht hatte, sich durch Flucht seiner Verhaftung entziehen musste. Ist irgendwie auch nicht verwunderlich bei lobbyistisch durchmetastasierten Parlamenten, wo der Vermögensaufbau im Amt gegen Verrat der Interessen der eigenen Wähler schon fast zum guten Ton gehört. Bloss das formaljuristische Bubentrickli, den «Dirnenlohn» für die geleisteten politischen Liebesdienste nicht sofort, sondern erst nach dem Amt in Form der weltberühmten Kurzzeit-VR-Mandätli™ - samt knusprigen Spesenentschädigungen - zu nehmen, bewahrt manchen gestandenen Politiker vor der Korruptionsanklage. Schliesslich haben findige Strafrechtler herausgefunden, dass Korruption, bei der keine zeitliche, oder materielle Nähe mehr zwischen Leistung und Entgelt vorliegt, eben auch keine Korruption mehr ist. So etwas geht nur in der Schweiz, Österreich und anderen osteuropäischen Staaten. Die Seco-Affäre ist übrigens kein Einzelfall. Als ehemaliger Staatsangestellter wüsste ich einiges zu berichten - bin aber kein Whistleblower. ;-)