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Rüge von DachverbandBernsport kritisiert Verbot von Grossveranstaltungen

Der Dachverband der Berner Sportverbände bemängelt, dass Anlässe mit über 1000 Personen ohne Absprachen mit den Vereinen verboten wurden.

Er wird für das Verbot von Grossveranstaltungen derzeit hart kritisiert: der bernische Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg.
Er wird für das Verbot von Grossveranstaltungen derzeit hart kritisiert: der bernische Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg.
Foto: Anthony Anex (Keystone)

Der Dachverband Bernsport hat am Dienstag das Verbot des Kantons von Grossanlässen kritisiert. Der Verband sieht «zwingenden Klärungsbedarf», wie er am Dienstag in einer Mitteilung schreibt.

Es sei bedauerlich, dass dieser Entschluss gefällt worden sei, ohne dass dies im Vorfeld mit Vereinen, kantonalen Sportverbänden oder dem Dachverband abgesprochen worden sei. Der Entscheid trifft gemäss dem Dachverband vor allem den Spitzen-, aber auch den ambitionierten Breitensport hart.

Bernsport forderte in der Mitteilung daher «umgehend eine Verbesserung der Zusammenarbeit der Regierung und den Vertreterinnen und Vertreter aus dem Sport.»

Angesichts der steigenden Corona-Infektionen im Land hat der Bundesrat am Sonntag die Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie verschärft. Für Grossanlässe mit über tausend Besuchenden erliess der Bund kein Verbot.

Weil dies nicht geschah, stellte der Kanton die Ampel für Grossanlässe auf rot. Zwar liegt es an den Regierungsstatthaltern, die Veranstaltungen zu bewilligen oder nicht und die Sportclubs können den Entscheid anfechten. Doch wenn die Kantonsregierung die Durchführung von Grossanlässen nicht für angezeigt hält, dürfte dies faktisch einem Verbot gleichkommen.

Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg verteidigte den Entscheid damit, dass man dem Virus jetzt unbedingt Einhalt gebieten müsse, um noch schärfere Massnahmen verhindern zu können.

SDA/flo

4 Kommentare
    Jürg Brechbühl, Diplombiologe

    Mit Sport hat das nichts zu tun. Wir reden hier von Zirkusartisten und von zahlendem Publikum, das sich die Show ansieht, sowie von big buisness.

    Das gute am ganzen: Die Hooligans haben keinen Vorwand mehr, um ganze Quartiere und Eisenbahnzüge zu demolieren. Wir Steuerzahler können uns die Bewachungskosten sparen.

    Im ganzen also eine gute Sache. Die Stadien kann man gerne geschlossen lassen. Null Erbarmen.