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YB bleibt die Europa League

Diesmal ist YB chancenlos. Ein starkes ZSKA Moskau setzt sich im Rückspiel der Champions-League-Playoffs gegen die Young Boys 2:0 durch. Damit spielt YB im Herbst in der Europa League.

Realistischer Trainer: «Der Gegner war zu stark», sagte Adi Hütter nach dem Spiel.
Realistischer Trainer: «Der Gegner war zu stark», sagte Adi Hütter nach dem Spiel.
Keystone
Bald beim SC Freiburg? Yoric Ravet (links) dürfte YB verlassen.
Bald beim SC Freiburg? Yoric Ravet (links) dürfte YB verlassen.
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Miralem Sulejmani im strömenden Regen gegen Moskaus Aleksei Berezutski, Georgi Schennikov und Vasili Berezutski.
Miralem Sulejmani im strömenden Regen gegen Moskaus Aleksei Berezutski, Georgi Schennikov und Vasili Berezutski.
Keystone
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Vielleicht würde alles anders kommen, wenn Miralem Sulejmani in der 55. Minute bei der ersten und einzigen guten YB-Torchance reüssiert und das 1:1 erzielt. Der feinfüssige Serbe aber scheitert am hervorragend reagierenden Torhüter Igor Akinfejew.

Und kurz darauf entscheidet Techniker Alan Dsagojew das Rückspiel der Champions-League-Playoffs mit dem 2:0 bereits. ZSKA Moskau ist gegen die ungenügenden, überforderten Young Boys das klar bessere Team und zieht dank einer ausgezeichneten Leistung verdient in die Gruppenphase der Königsklasse ein.

Viele ZSKA-Chancen

Es hatte kurz vor dem Spiel heftig geregnet in Moskau inklusive Wolkenbruch, dunklem Himmel, Wassermassen. Und heftig durchgeschüttelt wurde auch YB. Bereits nach zwanzig Sekunden kam der überragende Vitinho zu einer tollen Chance für ZSKA, aber der Stürmer scheiterte am Berner Goalie David von Ballmoos – wie mehrere Mitspieler in den nächsten Minuten.

Die Young Boys agierten fahrig, nervös, unsicher und mit vielen Abspielfehlern. Es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, bis Moskau das 1:0 erzielen würde.

Der Favorit aus Russland hatte seine Vorzüge wie den schnellen Kombinationsfussball, das beeindruckende Durchsetzungsvermögen und das trickreiche, variable Angriffsspiel in Bern noch grosszügig versteckt. Die Young Boys litten vor 17 000 Zuschauern, sie wackelten, aber sie fielen vorerst nicht.

Und wenn sie einmal in die Nähe des ZSKA-Strafraums kamen, agierten sie kompliziert. Etwa bei den Eckbällen, die erneut völlig wirkungslos blieben. Keine zehn Sekunden nach einem harmlosen YB-Corner verpasste Aleksandar Golowin im Anschluss an einen Hochgeschwindigkeitskonter das Führungstor erneut nur knapp.

Nuhu wieder unglücklich

Die erste Halbzeit jedenfalls verlief genau gleich wie die zweite Hälfte im Hinspiel: stürmische, überlegene Gastgeber, zögerliche, defensive Gäste. Aber wie acht Tage zuvor im Stade de ­Suisse überstand die unterlegene Mannschaft den Sturmlauf irgendwie unbeschadet.

Dank eines starken Torhüters, fehlender Präzision der gegnerischen Schützen, reichlich Glück. Einen Kasim-Nuhu-Moment jedoch offerierte Moskau nicht, einen dreckigen Treffer wie beispielsweise ein kurioses Eigentor hätte YB ganz gerne als Präsent in die Kabine mitgenommen.

Immerhin: Ein 0:0 zur Pause hätte den Young Boys alle Möglichkeiten offengelassen. «Wir haben 90 Minuten Zeit, um ein Tor zu schiessen», hatte Adi Hütter vor der Begegnung gesagt. Der YB-Trainer aber war davon ausgegangen, dass seine Mannschaft ohnehin zwei Treffer ­würde erzielen müssen, um die Champions League zu erreichen. Und diese Vorhersage erwies sich als richtig.

Denn es war Kasim Nuhu, der einen Kasim-Nuhu-Moment präsentierte. Eine Flanke köpfelte der junge Innenverteidiger ungenügend nach hinten an den zweiten Pfosten. Dort stand Georgi Schennikow völlig unbewacht, weil Kevin Mbabu seine Position verlassen hatte. Der Russe tunnelte David von Ballmoos aus naher Distanz.

Auslosung am Freitag

Die Young Boys sind nur in der kurzen Phase nach der Pause bis zu Sulejmanis Möglichkeit zu einer Reaktion fähig. Von zwei Toren und einer Wende zum Wunder sind sie sehr weit entfernt.

Zu fehlerhaft und zu leichtgewichtig präsentieren sie sich in Moskau, es fehlt die Klasse, um ZSKA an diesem Abend ernsthaft zu gefährden. Damit geht die Europacup-Kampagne für YB wie letztes Jahr in der Europa League weiter, am Freitagmittag werden die Gegner der Gruppenphase in Monaco ausgelost.

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