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Viel Schatten, wenig Licht

Nach der 20. Saisonniederlage steht fest, dass die Playoffs ohne den SC Unterseen- Interlaken stattfinden. Für die Oberländer geht die Saison zum dritten Mal in Folge vorzeitig zu Ende.

Die Enttäuschung ist sichtbar: Nach der Niederlage bei Leader Brandis ist die Saison für Unterseen-Interlaken bald zu Ende.
Die Enttäuschung ist sichtbar: Nach der Niederlage bei Leader Brandis ist die Saison für Unterseen-Interlaken bald zu Ende.
Hans Wüthrich

Es ist mittlerweile ein gewohntes Bild im 1.-Liga-Eishockey, das sich am Samstagabend in Hasle-Rüegsau bot. Der SC Unterseen-Interlaken (SCUI) gratulierte dem Gegner zum Sieg, bereits zum 20. Mal im 26. Saisonspiel. Das 2:9 gegen Brandis war keine Überraschung. Das Resultat besiegelte, womit eigentlich schon seit Wochen zu rechnen gewesen war: Die Playoffs finden ohne Unterseen-Interlaken statt. Das jüngste Spiel sei sinnbildlich, sagt Trainer Philippe Kunz. «Gerade im Mitteldrittel hatten wir unsere vier, fünf Topchancen, die wir nicht verwerten konnten.» Der Killerinstinkt habe in dieser Saison gefehlt, ein «Sniper», der die Tore auch mal auf unschöne Art macht.

Die Playoff-Qualifikation habe man nicht gegen Brandis verpasst, sondern mit einem ganzen Reigen von anderen schmerzhaften Niederlagen. Der SCUI hat ganze neun Mal mit einem Tor Unterschied verloren. Ganz bitter war jener 8. Oktober vor heimischem Publikum gegen Bellinzona. Damals gab der SCUI mit einem groben Abspielfehler und dem daraus resultierenden Ausgleichstreffer der Tessiner zwei Sekunden vor Schluss den Sieg aus den Händen. Die Verlängerung entschied Bellinzona für sich.

Viele Verletzte

Er wolle nichts beschönigen, sagt der Trainer. Die Tabelle spreche Bände. «Ganz klar sind auch bei uns im Coaching Fehler passiert.» Jedoch, sagt Kunz, hätte auch der eine oder andere Spieler kritischer mit sich selber sein dürfen. Trotz der verkorksten Saison sieht der Trainer Lichtblicke. Einige junge Spieler hätten sich prächtig entwickelt. Als Beispiel nennt er den 18-jährigen Verteidiger Jan Mathys, der bei den Elite-Junioren in Thun hervorragend ausgebildet werde. «Auch Claude Stähli hat nochmals einen grossen Schritt gemacht.» Der 20-jährige Allrounder ist ein SCUI-Eigengewächs. Positiv sei auch, dass sein Team in jedem Spiel alles gegeben habe. Und konditionell habe man mithalten können. «Das zeigte sich darin, dass wir oft im Schlussdrittel nochmals herankamen.»

Auch Verletzungen spielten in dieser Saison eine Rolle. So musste Leistungsträger Kevin Rohrbach seine Saison früh beenden; zudem sind Nicola Fankhauser und Oliver Baur lange ausgefallen. Man löste B-Lizenzen für vier Langnauer Elite-Junioren. Einer von ihnen, Fabian Lehner, war am Samstag dabei, als der SCUI aus eigener Kraft noch 14 Feldspieler aufbieten konnte. In den verbleibenden vier Spielen kommen nach Möglichkeit eigene Junioren zum Zug. Eiszeit für die Jungen ist Kunz jetzt wichtiger als der Rang – auch wenn man von Adelboden die rote Laterne übernehmen müsste.

Die Motivation bei Kunz und seinem Assistenten Martin Allenbach ist ungebrochen. Das Duo hat bereits für nächste Saison unterschrieben. «Bevor wir die nächste Saison in Angriff nehme, wollen wir jetzt noch einen guten Finish hinlegen», sagt Kunz.

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