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Unterirdische Zuleitung zum Bad Heustrich

Spannendes war an der Hauptversammlung der Wasserversorgungsgenossenschaft Aeschi-Spiez (WVG) zu hören. Die Zukunft des Pumpwerks Kandergrien ist ungewiss, in Heustrich-Emdthal wird eine unterirdische Zuleitung erstellt, und erstmals verkaufte die WVG über eine Million Kubikmeter Wasser.

Weder in noch an die Brücke, sondern im Rohrvortrieb unter der Autostrasse, der Bahnlinie und der Kander hindurch wird die neue Zuleitung zum Bad Heustrich verlegt.
Weder in noch an die Brücke, sondern im Rohrvortrieb unter der Autostrasse, der Bahnlinie und der Kander hindurch wird die neue Zuleitung zum Bad Heustrich verlegt.
Guido Lauper

«Der Nutzungsdruck auf Grundwasserschutzzonen wird immer grösser», sagte WVG-Präsident Christian Farni an der Hauptversammlung im ABZ. Weil für das Pumpwerk Kandergrien die Konzession Ende 2018 auslaufe und nicht erneuert werden könne, müsse sich die WVG vorerst mit einer Bewilligung für eine 7-jährige Verlängerung begnügen. Neue Erschliessungsmöglichkeiten sucht die WVG mit der Gemeinde Diemtigen.

Hohe Investitionen

2016 hatte die WVG 1,7 Millionen Franken in Wasserleitungen und Hydranten investiert. 2017 sind laut Betriebsleiter Werner Schmid Investitionen (ohne Unterhalt) von rund 2 Millionen Franken vorgesehen. Mit 750'000 Franken der grösste Brocken betrifft den Ersatz einer privaten Zuleitung von Emdthal zum Bad Heustrich.

Die Leitung wird per Rohrvortrieb unter der der Autostrasse, unter der Bahnlinie und unter der Kander hindurchgeführt. Eine von einem Genossenschafter vorgeschlagene Verlegung in oder an die bestehende Brücke sei geprüft worden, aus baulichen Gründen und wegen höherer Betriebskosten, sprich Forstschutz, aber nicht möglich. In Spiez werden teilweise Leitungen mit Baujahr 1901 ersetzt. «Wobei», so Christian Fahrni, «50- bis 60-jährige Leitungen grössere Probleme ergeben.»

Verbunden mit Verbündeten

«Nebst den Einflüssen der Klimaerwärmung machen die Klimaschwankungen der WVG vermehrt zu schaffen», hielt Christian Fahrni im Geschäftsbericht fest. «Zum Glück konnten wir während der langen Trockenheit im Herbst/Winter 2016 die Ausfälle bei den Quellen durch Wasserbezüge von unseren Nachbarversorgungen und mit dem Grundwasserpumpwerk Kan­dergrien kompensieren.»

Letzteres lieferte 153'000, Wimmis 209'000 Kubikmeter – bei einem Gesamtverkauf von 1'013'000 Kubikmetern, verteilt auf 4276 Liegenschaften. Womit die WVG laut Finanzchefin Manuela Oesch «erstmals seit ihrem Bestehen über 1 Million Kubikmeter Wasser verkaufte.»

Trotz der Trockenheit konnte die WVG die Stromproduktion in den Anlagen Chalenbrunnen und im Lengmattli um 3000 Kilowattstunden auf 298 000 Kilowattstunden erhöhen. Wegen der tiefen Einspeisevergütung der BKW verzichtet die WVG vorläufig auf den Einbau einer Turbine in der Anlage Wachthubel.

Gesunde Finanzen

Durch den Jahresgewinn von 73'046 Franken und dem Gewinnvortrag von 8953 Franken standen in der Jahresrechnung der HV 2017 81'999 Franken zur Verfügung. Gemäss Abmachung mit den Preisüberwacher wird das Anteilscheinkapital von 1'684'500 Franken auch für 2016 mit 1,75 Prozent verzinst, also insgesamt 29'478 Franken. Der Vortrag auf neue Rechnung beträgt somit 52'520 Franken.

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