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Störche im Gürbetal bereiten sich auf den Abflug vor

Seit geraumer Zeit gastieren im Raum Seftigen, Burgistein und Wattenwil sechs Störche. Letzte Woche erhielten sie zahlreichen Besuch. Zusammen werden sie in ihr Winterquartier fliegen.

Störche neben einer Kabisplantage im Gürbetal. Auf das Grünzeug haben es die Vögel aber nicht abgesehen – sie sind Fleischfresser.
Störche neben einer Kabisplantage im Gürbetal. Auf das Grünzeug haben es die Vögel aber nicht abgesehen – sie sind Fleischfresser.
Erwin Munter

Woher die mehr als 30 Weissstörche kommen, die sich zurzeit auf den Ebenen des oberen Gürbetals aufhalten, lässt sich nicht so leicht ermitteln. Möglich ist, dass sie als Folge der heissen und trockenen Jahreszeit neue Futterquellen aufsuchen.

Beliebt sind die von den Landwirten mit Gülle bedeckten Landparzellen oder frisch abgeerntete Felder. Auf dem Speisezettel der Störche figurieren Frösche, Mäuse, Jungvögel, Insekten und vieles andere mehr.

Umgekehrt bestehen ihre Feinde aus Raubvögeln, die es auf die jungen Storchenbabys abgesehen haben. Ausser dem 40 Meter hohen Siloturm und dem nahen Kran der grossen Landi-Baustelle in Mühlethurnen verbringen die gerne gesehenen Babyüberbringer ihre Nächte auf den höheren Dächern in der näheren und weiteren Umgebung.

Die Weibchen kommen später

Die bevorzugten Lebensräume der eigentlichen Störche sind in der Regel Uferregionen von Flüssen und Seen, Feuchtgebiete, reich strukturierte Waldgebiete und Kulturlandschaften. Der Weissstorch (vorderer Teil weiss, mit schwarzen Arm- und Handschwingen sowie Beinen und Schnabel leuchtend rot) ist ausser in Skandinavien und England in nahezu allen europäischen Ländern heimisch.

Im Aussehen unterscheiden sich Männchen und Weibchen nur in der Grösse und im Gewicht. Nach Auskunft von Maria Nuber, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Vogelwarte Sempach, fliegt ein erheblicher Teil dieser Vogelart schon im Februar und März nach Norden. Als Erstes nehmen die Männchen ihre Nester aus den Vorjahren wieder in Besitz und warten auf ihre Partnerinnen, die in der Regel etwas später eintreffen.

Im Winter im Süden

Als Brutvogel ist Adebar, wie der Storch in der Fabel genannt wird, vielerorts anzutreffen. Während er sich im Sommer in Europa aufhält, überwintert er vorwiegend in Südspanien, einige Tiere auch in Marokko, sagt Margrith Enggist vom Sekretariat Storch Schweiz.

«Es ist üblich, dass sich die Vögel vor der langen Reise nach Süden erst auf Sammelplätzen zusammenfinden», führte sie aus. So darf angenommen werden, dass die Tiere für einmal das Gürbetal als letzten Sammelplatz vor der weiten Flugreise auserwählt haben.

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