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So sieht die neue Jugendherberge aus

Nach einem ­anderthalbjährigen Um- und Neubau wird die Jugendherberge im Marzili am Freitag wieder eröffnet. Auch das kulinarische ­Angebot wurde modernisiert und dürfte die Quartiergastronomen konkurrenzieren.

Die Jugendherberge im Marzili wird nach einem Um- und Neubau wieder eröffnet. Claudia Frei leitet hier eine 20-köpfige Crew.
Die Jugendherberge im Marzili wird nach einem Um- und Neubau wieder eröffnet. Claudia Frei leitet hier eine 20-köpfige Crew.
Beat Mathys
Der Neubau verfügt über 90 Betten auf vier Etagen.
Der Neubau verfügt über 90 Betten auf vier Etagen.
Beat Mathys
Im Haupthaus sind alle Toiletten und Duschen auf den Gängen, dafür kann man billiger übernachten.
Im Haupthaus sind alle Toiletten und Duschen auf den Gängen, dafür kann man billiger übernachten.
Claudia Salzmann
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Noch stehen draussen Fahrzeuge, und Bauarbeiter wuseln umher, doch just zu Ostern macht die neue Jugendherberge im Marzili auf. Der baufällige Ostflügel wurde durch einen modernen, rollstuhlgängigen Kubusbau ersetzt, gebaut vom Berner Architekturbüro Aebi und Vincent, eingebettet zwischen der Aare und dem Bundeshaus.

Die 90 Betten auf vier Stockwerken sind in der Nacht auf Samstag bereits ausgebucht. «Das ist mein Lieblingszimmer», sagt Claudia Frei, die neue Leiterin der Jugi, beim Rundgang und öffnet die Tür zum hellgelben Familienzimmer. Die Zimmer mit Aaresicht und Frühstücksbuffet kosten 52 Franken pro Person. Ein Bett im Vie­rerzimmer mit Hangsicht, Schliessfach und Frühstück kostet 46 Franken.

Gestelzt und ausgehöhlt

Der Neubau wurde wegen des Grundwassers auf Stelzen errichtet, bis Dienstag waren Bauarbeiter daran, die Erde mit einer Art Staubsauger zu entfernen, sodass die Betonpfeiler nun sichtbar sind. «Wir hoffen, dass wir damit die Probleme mit der Feuchtigkeit lösen können», sagt Frei.

Anders als den Neubau erkennt man das danebenliegende Hauptgebäude noch gut, denn es ist denkmalgeschützt. Dafür wurde es innen ausgehöhlt, und hier findet man die restlichen 94 Betten in 4er-, 6er- und 8er-Zimmern. Die Duschen und Toiletten sind auf den Gängen, was sich im Preis niederschlägt: Ab 32 Franken bekommt man hier einen Schlafplatz, Betten werden selber bezogen. Frottierwäsche kostet 2 Franken extra.

Dass man bis zu einem Drittel mehr fürs Übernachten bezahlen muss als vorher, relativiert Claudia Frei. Man setze neu auf agiles Pricing: Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Erste Hochphasen stehen bereits fest, zum Beispiel habe man bereits Buchungen während des Gurtenfestivals. «Und während der Jugendsession im Herbst übertreffen die Reservationen gar die Anzahl der Betten», freut sich Frei.

Sie rechnet damit, dass vor allem Schulen hier zu Gast sein werden, die einen Ausflug nach Bern machen, um das Bundeshaus, das Museum für Kommunikation oder den Bärengraben zu besuchen.

Kulinarische Konkurrenz

Die 56-jährige Frei kommt aus einer Hotelleriefamilie, ihre Mutter übernahm das Hotel von den Grosseltern, nun führt es ihr Cousin. Ihren Ex-Mann, mit dem sie zwei Söhne hat, lernte Frei an der Hotelfachschule kennen. Die erste Stelle nach der Ausbildung nahmen sie im Wanderhotel Bernerhof in Gstaad an, wo sie bis zu ihrer Trennung 14 Jahre blieben.

Danach wechselte Frei in die Treuhandbranche, in der sie den Kundenkontakt vermisste. Für ihre neue Stelle ist sie nach Bern gezogen. «Die Wohnung, die für die Jugileitung vorgesehen ist, war für mich und meine Söhne zu klein, jetzt wohnen wir einige Strassen weiter vorne», erzählt sie. Sie führt ein Team von 20 Personen und hat ihr Büro Anfang März neben der Réception beim Eingang im Haupthaus bezogen.

Im gleichen Gebäude ist auch das Selbstbedienungsrestaurant mit 90 Plätzen. Der Küchenchef Martin Ingold war vorher im Des Alpes in Interlaken tätig. Mittags und abends wird ein Dreigänger für 17.50 Franken angeboten. «Wir rechnen mit rund 60 Mittagessen», sagt Frei. Damit erhalten die Gastronomen im Quartier Konkurrenz. Was die Beizer dazu sagen:

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