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Schlager-Premiere gelungen

Die erste Schlagerparade und der grosse Festumzug durch die Promenade mobilisierten am Sonntag Tausende von Zuschauern.

Überzeugte ihr Publikum in Gstaad: Beatrice Egli mit ihrer Tanzgruppe.
Überzeugte ihr Publikum in Gstaad: Beatrice Egli mit ihrer Tanzgruppe.
Kerem S. Maurer

Die Veranstalter sprechen von knapp 15 000 Besuchern, welche die Jubiläumsausgabe der 30. Country Night Gstaad (siehe gestrige Asugabe) und die erste Gstaader Schlagerparade besucht haben. Auch das schöne Wetter hat dazu beigetragen, dass am Sonntag Tausende Besucher und Besucherinnen die Gstaader Promenade säumten und einen farbenprächtigen Festumzug mit über 700 Teilnehmenden bewunderten.

Das Organisationskomitee zeigte sich in einer Mitteilung erfreut über den «grossen Publikumserfolg, die gute Stimmung und den reibungslosen Ablauf der Jubiläumsausgabe».

Rund 1200 verfolgten am Sonntag im Zelt die erste Gstaader Schlagerparade. Um Punkt 16 Uhr ging es im Konzertzelt mit der Grossformation der Jodlerklubs Saanenland los. Die 113 Jodler und Jodlerinnen sangen unter der Leitung von Urs Kohli zu Ehren der Country Night den «Geburtstagsjutz» von Fredy Wallimann, «E gschänkte Tag» von Adolf Stähli und den «Berscheljutz» von Philipp von Grünigen.

Eglis Kontakt zum Publikum

Beatrice Egli wollte zum Auftakt ihres Konzertes wissen, wie viele der Besucher sie heute zum ersten Mal sähen. Viele Hände gingen in die Höhe. Sie lachte und sagte, dass viele Erstbesucher immer erstaunt seien, wenn diese sie sähen, «weil sie ja so klein ist und gar nicht so dick!». Von Beginn an interagierte Egli gekonnt mit dem Publikum und zog es in ihre Show mit ein. Sie sang sich mit spürbarer Freude und enormer Bühnenpräsenz in die Herzen der Zuschauer, die mehrheitlich wegen Hansi Hinterseer nach Gstaad gekommen waren.

«Ich bin es nicht gewohnt, vor einem still dasitzenden Publikum zu singen», sagte sie mehrfach und motivierte das Publikum immer wieder, aufzustehen, mitzusingen und sich zu bewegen. Bis zum Schluss ihres Auftrittes hatte sie es geschafft. Als die sympathische Metzgerstochter Polo Hofers «Alperose» sang, geriet das Publikum in Wallung, und bei ihrem Hit «Mein Herz» sangen viele mit. Zum Abschluss gab Egli noch ihre neue Nummer «Verliebt, verlobt, verflixt nochmal» zum Besten und überzog damit ihre Spieldauer ein wenig. Der Speaker nutzte dies gekonnt und sorgte mit seinem Spruch: «So ist das eben in Gstaad, hier kriegt man immer ein bisschen mehr fürs Geld!», für viele Lacher.

Sonnyboy begeisterte

Nach Beatrice Egli betrat der Österreicher Hansi Hinterseer die Bühne und bot ein solides Programm. Der ewig lächelnd singende, braun gebrannte Sonnyboy des volkstümlichen Schlagers begeistert auch heute noch seine Fans, obschon seine Shows gerüchteweise Play-back sein sollen. Hinterseer schaffte es auch in Gstaad nicht, diese Gerüchte zu widerlegen. «Singt der tatsächlich live?», fragte eine Zuschauerin, die dem 64-Jährigen weder eine Anstrengung ansehen noch von ihm einen Atemzug hören konnte. Wie dem auch sei, Hinterseer verbreitete über zwei Stunden lang heile Welt, und seine Fans nahmen es dankbar an.

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