Felix Tissi gewinnt ein bisschen Filmpreis

Viele Preisträger, kein klarer Sieger: Die Berner Filmpreise 2016 gehen an «Wel­come to Iceland», «Gyrischachen» und «Zen for Nothing». Schade, dass sich die Jury nicht entscheiden konnte.

Regisseur Felix Tissi gewinnt mit seinem Film «Welcome to Iceland» den Berner Filmpreis 2016. Das Preisgeld muss er teilen. (Archivbild)

Regisseur Felix Tissi gewinnt mit seinem Film «Welcome to Iceland» den Berner Filmpreis 2016. Das Preisgeld muss er teilen. (Archivbild) Bild: zvg

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Ist das jetzt Pech im Glück? Da gewinnt Felix Tissi mit «Wel­come to Iceland» den Preis für den besten Spielfilm, setzt sich in einem reich bestückten Berner Spielfilmjahr gegen viele Konkurrenten durch – und erhält doch nur 15 000 Franken Preisgeld. So wenig wie kein anderer Gewinner des Berner Filmpreises in den letzten acht Jahren.

Woran liegts? Sicher nicht an der Filmqualität: Tissis Ensemblefilm, der in malerischer isländischer Einöde spielt, erinnert in seinen besten Momenten an Aki Kaurismäkis Tragikomödien. Es geht um Menschen, die nicht finden, was sie suchen. Und die nicht können, was sie wollen.

Keine klare Position

Warum aber das mickrige Preisgeld (letztes Jahr gabs 30 000 Franken für den Sieger «Heimatland»)? Weil sich die Jury nicht entscheiden konnte und die zur Verfügung stehenden ­Gelder auf viele weitere Preise verteilte.

So erhielten die Do­kumentarfilme «Gyrischachen» von Sonja Mühlemann und «Zen for Nothing» von Werner Penzel ebenfalls je 15 000 Franken. Und auch «The Holycoaster s(HIT) Circus» der Theatergruppe Pengpalast (10 000 Franken) sowie der Animationsfilm «Ivan’s Need» (5000 Franken) kamen in die Kränze. Schön für alle. Aber schade, dass die Jury nicht klarer Position bezog. (Berner Zeitung)

Erstellt: 31.10.2016, 09:21 Uhr

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