Skywork: Düsenjet kommt später, dafür bald zwei weitere Saab

Die Berner Fluggesellschaft Skywork erhält vorläufig doch noch keinen Düsenjet. Hingegen nimmt sie zwei ­weitere Turbopropmaschinen vom Typ Saab 2000 in Betrieb.

Skywork rüstet seine Flotte auf.

Skywork rüstet seine Flotte auf. Bild: Beat Mathys

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Nächsten Sonntag beginnt der Sommerflugplan, und Skywork hätte dann eigentlich ins Jetzeitalter starten wollen. Die Airline hat aber die geplante Inbetriebnahme einer 76-plätzigen Düsenmaschine vom Typ Embraer 170 verschoben.

Skywork setzte einen vorbereiteten Plan B in Kraft, da keine definitive Zusage zur termingemässen Inbetriebnahme des Jets vorlag, wie Firmensprecherin Karin Münger auf Anfrage sagte. Zu den Gründen für die Verspätung äusserte sie sich nicht.

Nicht das erste Mal

In der Vergangenheit war es bereits bei der Übernahme von Saab-2000-Turbopropflugzeugen zu Verzögerungen gekommen. Teils blieben die Maschinen länger als geplant beim vorherigen Leasingnehmer in Betrieb, in ­anderen Fällen konnten Maschinen nicht plangemäss revidiert werden und die Auflagen er­füllen.

Mit dem Plan B anstelle der jetzigen Embraer-Einflottung könne Skywork sicherstellen, dass der Sommerflugplan ohne Auswirkungen für die Kunden durchgeführt werden könne, betonte Münger. Die Fluggesellschaft wollte ursprünglich den grössten Teil der nachfragestarken Sommerdestinationen sowie weit entfernte Ziele mit der Embraer 170 bedienen. Sie hat 26 Sitzplätze mehr als die bisher vier Saab-Turbopropmaschinen von Skywork. Nun werden Verbindungen doppelt geflogen, wenn die Buchungen entsprechend sind.

Wann der erste Embraer-Jet nun zu Skywork kommt, lässt die Airline offen. «Die Einflottung von Jets bleibt weiterhin im Fokus von Skywork», sagte Münger einzig. Damit bekannte sie sich aber nicht explizit zur Embraer 170. Zur Debatte gestanden hatten einst neben dem Jet des brasilianischen Herstellers Embraer auch Düsenmaschinen von Mi­tsubishi oder der Superjet 100 des russischen Anbieters Suchoi.

Von vier auf sechs Saab 2000

Dafür steht die Einflottung von zwei weiteren Saab-2000-Flugzeugen kurz bevor. Eine Maschine soll wenige Tage nach Beginn des Sommerflugplanes zur Flotte stossen. Eine weitere solle in den nächsten Wochen folgen, sagte Münger. Nicht mehr im Bestand von Skywork sind die 32-plätzigen Dornier-328-Flugzeuge. Die letzte der ursprünglich fünf Maschinen dieses Typs absolvierte am vergangenen Montag wie angekündigt den letzten Flug für Skywork. (jw)

Erstellt: 23.03.2018, 11:35 Uhr

Newsletter

Das Beste der Woche.

Endlich Zeit zum Lesen! Jeden Freitag um 16 Uhr Leseempfehlungen fürs Wochenende. Den neuen Newsletter jetzt abonnieren!

Kommentare

Die Welt in Bildern

Und die Haare fliegen hoch: Besucher des Münchner Oktoberfests vergnügen sich auf einem der Fahrgeschäfte. (22. September 2018)
(Bild: Michael Dalder ) Mehr...