Barbière: Das Bier soll noch lange fliessen

Das Haus des Restaurants mit eigener Brauerei im Breitenrain ist verkauft worden. Die Käuferin – eine «etwas andere» Pensions­kasse – eröffnet der Barbière eine lang­fristige Perspektive.

«Wenn es der Barbière gut geht, geht es auch uns gut» - der Vertrag für das Lokal wird verlängert.

«Wenn es der Barbière gut geht, geht es auch uns gut» - der Vertrag für das Lokal wird verlängert.

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Quartieranwohner und Bierliebhaberinnen aus der ganzen Stadt können sich freuen: Die Barbière soll dem Breitenrain bis mindestens 2032 erhalten bleiben. Die B40 AG, die das Lokal mit eigener Brauerei seit März 2014 betreibt, hat sich mit der Vermieterin darauf geeinigt, den aktuellen, bis 2022 laufenden Vertrag bereits jetzt um weitere zehn Jahre zu verlängern. Dies verkündeten die beiden Parteien – die B40 AG und die Pensionskasse Gepabu, die das Haus vor einigen Wochen gekauft hat – gestern an einem Medien­gespräch.

Es hätte auch anders kommen können: Das Haus am Breitenrainplatz sollte gemäss Verkaufs­dokumentation ursprünglich «an die meistbietende Partei» gehen. Wäre der Handel tatsächlich so abgewickelt worden, hätte die Gepabu nicht zuschlagen können, und der Barbière hätte eine deutlich höhere Miete gedroht. Stattdessen dürfen die Betreiber wie die anderen Mieter im Haus – Büros im 1. und 2. Stock, Wohnungen im 3. und 4. – nun mit unveränderten Mieten kalkulieren.

«Die langfristige Perspektive motiviert uns», sagt Barbière-Brauer Christoph Häni. Zusätzlicher Kellerraum ermögliche dem Betrieb, der derzeit gut zwei ­Drittel eigenes Bier ausschenkt, einen Ausbau der Produktion. Es sei «ein riesiges Glück», dass die Verkäufer letztlich an einer nachhaltigen Lösung für die Barbière interessiert gewesen seien – und dass mit der Gepabu «die perfekte Partnerin» dafür gefunden worden sei, «diesen Quartiertreff und Lebensort» zu erhalten.

Bekannt von Mühle Hunziken

«Wenn es der Barbière gut geht, geht es auch uns gut», sagen die Vertreter der Gepabu. Die kleine Kasse – 1200 Versicherte, 140 Millionen verwaltetes Vermögen – positioniert sich als «etwas andere» PK. Auch bei ihr müsse eine Anlage zuallererst rentieren; ebenso wichtig seien aber eine «nachhaltige und auf soziales und lokales Engagement ausgerichtete Investitionsstrategie». In Bern ist die Gepabu etwa an sozial und ökologisch innovativen Siedlungen wie der autofreien Wok Burgunder in Bümpliz oder der Volo in der Lorraine beteiligt. Breiter bekannt wurde sie 2014 als Käuferin der Mühle Hunziken.

Über den Kaufpreis der Barbière-Liegenschaft ist Stillschweigen vereinbart worden. Gemäss Prospekt hätte sich bei einem Preis von 4 Millionen mit dem aktuellen Mieterspiegel eine Bruttorendite von 3,96 Prozent erzielen lassen. (Berner Zeitung)

Erstellt: 30.10.2017, 18:55 Uhr

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