Zum Hauptinhalt springen

Herbstsession 2. WocheBerner Kantonsparlament wünscht sich mehr Nachtzüge

Die Berner Regierung soll prüfen, wie sie den Ausbau des Nachtzug-Angebots unterstützen kann. Auf Widerstand stiess die Idee, das Geld, das für den Ausbau des Flughafens Belp reserviert ist, für die Unterstützung des Nachtzugsverkehrs einzusetzen.

Ein Nachtzug auf dem Weg von Zürich nach Hamburg. (Archiv)
Ein Nachtzug auf dem Weg von Zürich nach Hamburg. (Archiv)
KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

Der bernische Grosse Rat wünscht sich mehr Nachtzüge. Das hat er am Dienstag deutlich gemacht, indem er einen Vorstoss von Tanja Bauer (SP/Wabern) als Postulat überwies.

Die Berner Regierung soll demnach prüfen, wie sie den Ausbau des Nachtzug-Angebots unterstützen könnte. Damit könnte sie einen wichtigen Beitrag zugunsten eines nachhaltigeren Tourismus leisten, warb Bauer für ihr Anliegen. Denkbar sei etwa ein finanzieller Beitrag des Kantons an die SBB.

Das Anliegen kam im Rat grundsätzlich gut an. Für eine Reise zum Beispiel nach Barcelona seien Nachtzüge in der Tat die ökologischere Variante als Flüge, hiess es.

Auf Widerstand stiess aber Bauers Idee, die zwei Millionen Franken, die für den Ausbau des Flughafens Belp reserviert wurden, neu für die Unterstützung des Nachtzugsverkehrs einzusetzen. Man könne den 2018 vom Grossen Rat genehmigten Objektkredit nicht einfach anderweitig einsetzen, betonten mehrere bürgerliche Redner und auch die Regierung.

Bauer wandelte ihre Motion deshalb in ein Postulat und machte den Vorstoss damit mehrheitsfähig: Mit 81 zu 62 Stimmen wurde der Prüfungsauftrag überwiesen. In der Minderheit blieben Gegner wie Daniel Arn (FDP/Muri), der betonte, die Förderung von nationalen und internationalen Bahnverbindungen sei nicht Aufgabe des Kantons.

sda/tag