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Verhandlung neu angesetztBerner Gericht verschiebt Prozess zu Amokfahrt an Kurdendemo

Eigentlich hätte sich ein Autolenker, der 2015 in eine Gruppe von Demonstrierenden fuhr, vor Gericht verantworten müssen. Der Prozess wird wegen des Coronavirus verschuben.

2015 fuhr ein Autolenker an einer Kurdendemo in Bern mit seinem Fahrzeug in eine Menschenmenge.
2015 fuhr ein Autolenker an einer Kurdendemo in Bern mit seinem Fahrzeug in eine Menschenmenge.
Foto: Screenshot/Youtube

Der Prozess gegen den mutmasslichen «Amokfahrer», der im September 2015 an einer Kurdendemo in Bern in eine Gruppe von Demonstrierenden gefahren war, ist wegen des Coronavirus verschoben worden.

Dies gab der Gerichtspräsident am Montagmorgen im Berner Amthaus bekannt. Aufgrund der neusten Entwicklungen rund um den Coronavirus verzichtete das Gericht darauf, die mehrtägige Verhandlung überhaupt zu eröffnen. Die Wahrscheinlichkeit sei gross, dass man den Prozess wegen verschärfter Auflagen der Behörden hätte unterbrechen müssen.

Bei der Kurden-Demonstration vom September 2015 kam es zu heftigen Zusammenstössen zwischen Kurden und Anhängern der türkischen Regierung. Zahlreiche Personen wurden verletzt. Vor dem Berner Regionalgericht muss sich der Lenker eines Autos verantworten, der in eine Gruppe von Demonstrierenden fuhr.

Die Verhandlung wird in rund einem halben Jahr neu angesetzt. Das Gericht wird entscheiden müssen, ob der Lenker in Notwehr gehandelt hat oder ob versuchte schwere Körperverletzung vorliegt.

chh/sda