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Wegen SchulhausneubauBerner Beachcenter soll ins Weyermannshaus verlegt werden

Weil auf dem Goumoënsmatte-Areal im Berner Weissenbühlquartier eine neue Schulanlage gebaut wird, muss das Beachcenter weichen.

Seit 13 Jahren wird im Beachcenter im Weissenbühlquartier trainiert. Doch damit könnte bald Schluss sein.
Seit 13 Jahren wird im Beachcenter im Weissenbühlquartier trainiert. Doch damit könnte bald Schluss sein.
Foto: Christian Pfander

Das Beachcenter Bern soll vom Weissenbühlquartier ins Weyermannshaus verlegt werden. Das hat der Gemeinderat beschlossen, wie er am Montag mitteilte.

So könne das schweizweit einmalige Sportangebot im Bereich Beachvolleyball erhalten bleiben. Nach dem Grundsatzentscheid sollen nun die nötigen Planungsarbeiten an die Hand genommen werden. Sollte die Variante Weyermannshaus nicht realisiert werden können, dient das Gaswerkareal als Rückfallebene.

Das Beachcenter Bern befindet sich heute auf dem Goumoënsmatte-Areal im Weissenbühlquartier. Dort soll eine neue Schul- und Sportanlage mitsamt öffentlicher Grünanlage entstehen; der Stadtrat bewilligte kürzlich den Projektierungskredit.

Beachvolley Bern spricht von «sehr guter Lösung»

Michael Batt, Präsident von Beachvolley Bern, hält den Standort Weyermannshaus für «eine sehr gute Lösung, nicht zuletzt wegen der Nähe zu einer Badeanstalt». Es gelte nun viele Abklärungen vorzunehmen, etwa betreffend baurechtlichen Konditionen, Machbarkeit und Finanzierung. Da das Projekt zonenkonform ist, sei er aber «zuversichtlich, dass es sich wie geplant realisieren lässt», so Batt, der als Architekt Erfahrung darin hat, die Plausibilität von Bauvorhaben einzuschätzen.

Auch was die Finanzierung anbelangt, äussert er sich vorsichtig optimistisch. Schliesslich habe man bereits die Anlage bei der Goumöenmatte selber finanziert, und da das Beachcenter Bern das nationale Beach-Volleyball-Leistungszentrum beherberge und die Felder vermiete, verzeichne der Betrieb gewisse Mieteinnahmen. «Wir verfügen also über ein funktionierendes Finanzierungsmodell», sagt Batt. «Auch wenn dieses nur dank viel Freiwilligenarbeit funktioniert.»

Zuerst war geplant, das Beachcenter mit der Schulnutzung zu kombinieren. Doch dagegen gab es Widerstände aus Politik und Bevölkerung. Deshalb suchte der Gemeinderat nach Alternativen. Geprüft hat er auch die Standorte Gaswerkareal, Sporthalle Weissenstein sowie ein Areal in Belp.

Ideal ist aus seiner Sicht die Variante Weyermannshaus. Es handelt sich um eine städtische Parzelle östlich des Autobahnviadukts, wo sich heute ein Skaterpark befindet. Die Beachvolleyball-Nutzung könne gut ins bestehende Sport- und Freizeit-Cluster integriert werden, schreibt der Gemeinderat.

chh/hae/sda

2 Kommentare
    Michael Burkard Stadtrat

    Ein erster Teilerfolg.

    Noch ist Zeit, breitere Kreise von der Unverzichbarkeit der einzigartig idyllischen "Gumerematte" zu überzeugen. Eine gute Gelegenheit dazu bietet das "Wiesenfrühstück" am kommenden Abstimmungs-Sonntag, 27. September 2020, ab 10, eine Aktion im Rahmen der künstlerischen Intervention "Kunstplätze".