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«Armeezelte gehen am schnellsten und kosten am wenigsten»

In Kappelen werden die ersten Armeezelte für Asylsuchende aufgebaut. Iris Rivas, die Leiterin des Migrationsdienstes, reagiert im Videointerview auf Kritik am Kanton.

Simone Lippuner, Dominik Galliker
Nach 110 Tagen müssen die Zelte wieder abgebaut werden. «Ich hoffe, dass sich die Situation bis in drei Monaten ändert», sagt Iris Rivas.

Soldaten tragen Planen über den Platz, ein Stapler bringt die Zeltstangen. Heute Mittwoch hat die Armee beim Durchgangszentrum Kappelen-Lyss begonnen, die Zeltstadt aufzubauen, in der in den nächsten Monaten bis zu 250 Asylsuchende leben sollen.

Flüchtlinge in Zelten - und das anfangs Herbst: Kritiker wie die Berner SP sagen, dies sei unwürdig für einen Kanton der Grösse Berns. Im Videointerview räumt Iris Rivas, die Leiterin des Migrationsdienstes, ein, dass sich die Asylsuchenden kaum darüber freuen werden. «Ich kann mir aber auch vorstellen, dass sie im Endeffekt einfach froh sind, ein Bett zu haben.» Die Durchgangszentren des Kantons seien überbelegt - die Armeezelte böten die schnellste und günstigste Lösung.

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