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Perspektiven: Und schon wieder zerbricht die Schweiz

Alle paar Jahre bricht die Schweiz auseinander. Ihre «Kohäsion» ist infrage gestellt, der Zusammenhalt akut gefährdet. Dabei geht es stets um die Sprachen, und die Hiobsbotschaften stammen stets aus der Suisse romande.

Beispiel: Im Herbst 2000 kündigte der damalige Zürcher Bildungsdirektor Ernst Buschor an, den Kindern in Zürcher Primarschulen werde künftig zuerst Englisch, erst danach Französisch beigebracht.

Durch die Suisse romande ging ein Aufschrei, und so machte ich die Probe aufs Exempel: Ich bat sämtliche welschen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren um ein Interview – auf Deutsch. Das Fazit war ernüchternd. Nur zwei waren des Deutschen wirklich mächtig: die Genferin Martine Brunschwig Graf und die Waadtländerin Francine Jeanprêtre. Die andern radebrechten mehr schlecht als recht, und zwei konnten schlicht kein Wort: die Jurassierin Anita Rion und – bemerkenswert für den Bildungsdirektor eines zweisprachigen Kantons – der Walliser Serge Sierro.

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