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Gebäude aus dem 19. JahrhundertBern will die älteste Schule der Stadt sanieren

Weil die Schulhäuser im Berner Mattequartier in einem schlechten Zustand sind, will die Stadt diese sanieren. Auch die Turnhallen sollen aufgewertet werden.

Stammt aus dem 19. Jahrhundert: Das grosse Schulhaus in der Berner Matte.
Stammt aus dem 19. Jahrhundert: Das grosse Schulhaus in der Berner Matte.
Foto: Franziska Rothenbühler

Die Volksschule Matte ist die älteste Schulanlage der Stadt, in der heute noch unterrichtet wird. Sie besteht aus zwei Schulhäusern und einer Turnhalle aus dem 19. Jahrhundert, einer weiteren Turnhalle aus den 1990er-Jahren sowie einem Sportplatz. Die Gebäude befinden sich im Unesco-Schutzperimeter und sind denkmalgeschützt.

Die beiden Schulhäuser sind stark sanierungsbedürftig. Die Fenster seien verwittert, die sanitären Anlagen hätten das Ende ihrer Lebensdauer erreicht, die Elektroinstallationen seien veraltet und die Böden und Wände stark abgenutzt. Zudem sollen die Schulhäuser hindernisfrei gestaltet werden, schreibt der Gemeinderat am Donnerstag in einer Medienmitteilung.

Es ist geplant, Aufzüge einzubauen und rollstuhlgängige WC-Anlagen einzurichten. Zudem müssen die Schulhäuser an die geltenden Anforderungen bezüglich Brandschutz und Erdbebensicherheit angepasst werden.

Dachgeschoss soll ausgebaut werden

Darüber hinaus ist vorgesehen, das Dachgeschoss des grossen Schulhauses auszubauen. Dank des zusätzlichen Raums sollen künftig Basisstufen sowie zusätzliche Klassen unterrichtet werden. Angedacht ist, dass die «Classes bilingues de la Ville de Berne» von der Volksschule Marzili in die Schulanlage Matte ziehen.

Auch die beiden Turnhallen sollen neue Fenster und Türen erhalten. Das Flachdach der grossen Turnhalle soll zudem besser wärmegedämmt werden. Geheizt werden sollen Schulhäuser und Turnhallen mit einer Wärmepumpe. Weiter ist geplant, die kleine Turnhalle zur Tagesschule und Bibliothek umzunutzen.

Abstimmung voraussichtlich im Herbst

Die gemäss des Berner Gemeinderats «dringend notwendigen Instandsetzungsmassnahmen und Anpassungen» sollen es ermöglichen den Schulbetrieb in den kommenden Jahren den heutigen Anforderungen entsprechend weiterzuführen.

Mit der Verschiebung der Tagesschule in die kleine Turnhalle kann die Zumiete an der Wasserwerkgasse aufgegeben werden. Alle Nutzungen werden auf dem Areal konzentriert.

Der Baukredit für die Sanierung beträgt 19,3 Millionen. Der Gemeinderat hat die Kreditvorlage zuhanden des Stadtrates verabschiedet. Falls es nicht zu Verzögerungen kommt, werden die Stimmberechtigten im November 2020 darüber abstimmen. Die Bauarbeiten werden dann voraussichtlich im Sommer 2021 beginnen, zwei Jahre dauern und in mehreren Etappen ausgeführt werden. Dadurch können die Kinder während der Bauzeit vor Ort unterrichtet werden.

chh/pd