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Ärztin kämpft gegen MaskenpflichtBern eröffnet Verfahren gegen Corona-Skeptikerin

Das leichtfertige Ausstellen von Attesten gegen das Maskentragen hat Konsequenzen.

Masken im ÖV: Wie hier in Thun halten sich die meisten Passagiere an die verschärfte Pflicht zum Maskentragen.
Masken im ÖV: Wie hier in Thun halten sich die meisten Passagiere an die verschärfte Pflicht zum Maskentragen.
Foto: Hans Peter Roth

Wer aus ideologischen Gründen keine Gesichtsmaske tragen will, konnte sich bislang an die Berner Ärztin R. W. wenden. Sie stellte Dispensen aus, ohne die Patienten überhaupt gesehen zu haben. Die Fachärztin FMH verlangte bloss das Geburtsdatum und 20 Franken in einem Couvert – einige Tage später hatte man das ärztliche Attest im Briefkasten, wie die SonntagsZeitung Anfang September berichtete.

Jetzt hat die Berner Gesundheitsdirektion gegen die Frau formell ein Aufsichtsverfahren eröffnet, wie sie auf Anfrage bestätigt. Denn ein Attest ohne Konsultation auszustellen, stellt möglicherweise eine Verletzung der ärztlichen Berufspflicht dar. Sollte sich der Verdacht erhärten, kann die Behörde eine Sanktion aussprechen – im schlimmsten Fall droht der Ärztin der Entzug ihrer Bewilligung zur Berufsausübung.

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