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Strafanzeige eingereichtSogar für die BLS-Pensionskasse soll Steuergeld missbraucht worden sein

Das Bundesamt für Verkehr hat Strafanzeige gegen die Führung der BLS eingereicht. Jahrelang kassierte die ÖV-Gruppe bewusst zu hohe Subventionen ein. Sie betrog womöglich gar bei der Altersvorsorge.

Bernard Guillelmon ist zwar als BLS-Chef zurückgetreten, nun droht ihm und anderen Verantwortlichen aber ein Strafprozess.
Bernard Guillelmon ist zwar als BLS-Chef zurückgetreten, nun droht ihm und anderen Verantwortlichen aber ein Strafprozess.
Foto: Adrian Moser

Die Affäre um zu hohe Subventionsbezüge der BLS wird zum Fall für die Justiz. Die Führung des Berner ÖV-Unternehmens hat Bund und Kantone seit mehreren Jahren getäuscht und bewusst nicht alle Einnahmen im «Libero»-Tarifverbund offengelegt. Damit erhielt das Unternehmen zwischen 2011 und 2019 rund 43,6 Millionen Franken zu viel Subventionen. Allein der Kanton Bern zahlte bis zu 20 Millionen Franken zu viel.

In Absprache mit dem Kanton reicht das Bundesamt für Verkehr (BAV) nun Strafanzeigen gegen die Verantwortlichen der BLS ein. Das Gleiche unternimmt das BAV auch in einem ähnlichen Fall bei der Verkehrsbetriebe Luzern AG (VBL), nachdem es schon in der Postauto-Affäre gegen die Verantwortlichen vorgegangen war.

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