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VW als Erfolgsgarant, Skoda als Runner-up

Bis 2015 will die Amag als grösster Autoimporteur der Schweiz ihren Marktanteil auf 30 Prozent erhöhen. Neben VW und Audi dank Skoda.

Klettert die Verkaufsranglisten hoch: Der Skoda Ocatvia ist der beliebteste Kombi der Schweiz.
Klettert die Verkaufsranglisten hoch: Der Skoda Ocatvia ist der beliebteste Kombi der Schweiz.
Skoda

Die Zahlen sind seit Jahren gleich beeindruckend. Und es sind immer wieder Rekordzahlen. Der neuste Rekord: Die Amag, Importeur der Marken VW, Audi, Seat und Skoda, meldet für das vergangene Jahr einen laut Kommunikationschef Dino Graf «historischen Marktanteilsrekord». Denn mit 26,6 Prozent wurde das letztjährige (Rekord-)Ergebnis um 1,8 Prozent übertroffen. Im Klartext: Mehr als jedes vierte in der Schweiz immatrikulierte Fahrzeug stammt von einer der durch die Amag importierten Marke.

Alle Amag-Marken legen zu

Auf Rekordniveau präsentieren sich logischerweise auch die Zahlen der einzelnen Marken. Eine Auswahl: VW war mit 40 594 Einheiten einmal mehr die meistverkaufte Marke der Schweiz, der Golf – wen wunderts? – zum 36. Mal die klare Nummer 1. Audi konnte mit einem Marktanteil von 5,8 Prozent und über 18 000 Neuzulassungen seine Position als erfolgreichste Premium-Marke weiter ausbauen und sich als Nummer 2 hinter VW in der Zulassungsstatistik halten. Und sogar Seat trug seinen, wenn auch vergleichsweise bescheidenen Anteil zum neusten Rekord-Gesamtresultat bei. Die spanische Marke hat in der Schweiz erstmals die 8000er-Marke geknackt, der Marktanteil von 2,6 Prozent blieb allerdings unverändert.

Mehr und mehr zum Topseller und damit auch zu einer sicheren Bank in der Gewinnstrategie der Amag wird Skoda. Und wenn Morten Hannesbo bei der Präsentation der letztjährigen Erfolgszahlen und mit Blick auf die nahe Zukunft beim Amag-Meeting in Davos davon sprach, den Marktanteil bis 2015 auf 30 Prozent steigern zu wollen, dann tat der CEO dies in erster Linie mit Blick auf die Entwicklung der Marke aus Mladà Boleslav.

Skoda hat das Podest im Visier

Und die ist in der Tat beeindruckend. Mit 17 470 zugelassenen Fahrzeugen im letzten Jahr – selbstredend auch ein neuer Rekordwert – und mit einem Marktanteil von 5,5 Prozent ist Skoda auf bestem Weg aufs Podest im Schweizer Ranking. Zwar figurieren die Tschechen derzeit noch auf Platz 6, doch von Rang 3 hinter VW und Audi trennen Skoda nur noch knapp 1000 Einheiten. Legt Skoda im gleichen Masse zu wie in den vergangenen Jahren, dann werden nach Peugeot und Opel bald auch BMW, Renault und Ford den Tschechen Platz machen müssen.

So gesehen bestätigt sich auch der Entscheid, den Amag-Gründer Walter Hafner vor 20 Jahren fällte, mehr und mehr als Glücksfall für das 1945 gegründete Familienunternehmen Amag. Was 1992 mit exakt 60 in die Schweiz importierten Skoda-Modellen begann, hat sich bis heute auf über 17000 Fahrzeuge pro Jahr gesteigert. Erstmals so richtig in Szene setzen und sich endgültig vom Ostblock-Image befreiten konnte sich die tschechische Marke mit dem Octavia, der auf dem VW Golf basierte und mit seinem Preis-Leistungs-Verhältnis vorwegnahm, was künftig zum Markenzeichen eines jeden Skoda werden sollte. Das war 1999. Inzwischen ist der Octavia zum beliebtesten Kombi und 4x4-Auto von Herr und Frau und Familie Schweizer geworden. Und zudem ist er hierzulande der meistverkaufte Diesel und das erfolgreichste Flottenauto.

«Gute Qualität für gutes Geld»

Was macht diesen Erfolg aus, den Skoda laut Winfried Vahland, Vorsitzender des Vorstandes von Skoda-Auto, mit klaren Vorstellungen weiter ausbauen will? Der Ehrendoktor der Wirtschaftsuniversität Prag und Gastreferent am Amag-Meeting sieht es so: «Wir müssen als VW-Konzerntochter nicht mit teuren technischen Innovation zu glänzen versuchen. Vielmehr muss es unser Credo sein, aus dem Knowhow unserer starken Partner möglichst viel herausholen. Und Autos produzieren, die für gutes Geld ebenso gute Qualität bieten – damit wir auch unsere anspruchsvollen Kunden in der Schweiz überzeugen und begeistern können.»

Importeur Amag kann ein solches Bekenntnis nur recht sein. (hw.)

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