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Ein Raumwunder als Weihnachtsgeschenk

Weniger ist mehr – das gilt bei Dacia vor allem beim Preis. So soll die günstigste Variante des Dokker weniger als 12 000 Franken kosten.

Kein Hingucker: Der Dacia Dokker glänzt weder innen noch aussen mit optischen Werten. Dafür mit viel Platz und einem unschlagbaren Preis.
Kein Hingucker: Der Dacia Dokker glänzt weder innen noch aussen mit optischen Werten. Dafür mit viel Platz und einem unschlagbaren Preis.
Dacia

Viel Auto für wenig Geld, lautet das altbekannte Motto von Dacia. Und die rumänische Renault-Tochter ist damit ziemlich erfolgreich. Über zwei Millionen Fahrzeuge hat sie weltweit schon an den Mann respektive die Frau gebracht. Und auch in der Schweiz läuft es einigermassen rund: Die bis Ende Juli verkauften 3280 Fahrzeuge entsprechen fast dem Resultat des Vorjahreszeitraums, zudem liegt die Billigmarke mit diesem Resultat weiterhin vor arrivierten Herstellern wie Chevrolet, Kia oder Mitsubishi.

Weder Status noch Luxus

Und mit dem neunten Modell innert acht Jahren setzt Dacia seinem Motto die Krone auf. Dokker heisst der 4-türige Hochdachvan, der an Renault Kangoo, VW Caddy oder Fiat Doblo erinnert. Und mit den genau gleichen Werten punktet: Schlicht, geräumig, praktisch. Nichts Neues im Osten also. Wäre da nicht das Unternehmensmotto «viel Auto für wenig Geld». Und da ist der Dokker quasi unschlagbar: Der genaue Preis wurde zwar noch nicht berechnet, er soll aber unter der ominösen 12 000-Franken-Marke liegen. Zumindest die Einstiegsversion wird damit zu einer Art Weihnachtsgeschenk für junge Familien, zumal der Dokker ab Dezember auf die Schweizer Strassen rollt. Und was kriegt man für so wenig Geld geboten? Logisch: weder Status noch Luxus oder maximalen Fahrspass.

Und trotzdem überrascht der Neuling: Der Innenraum ist grosszügig gestaltet, es gibt auf allen Plätzen genügend Raum für Köpfe und Beine, und in Sachen Staufächer wird auch nicht gespart. Und solange man die Hand ständig am Schaltknüppel lässt und ordentlich arbeitet, kommt man schneller vom Fleck als zunächst geglaubt.

Benziner ist zu durstig

Trotzdem: Der Fahrspass und das Dasein als Statussymbol standen wie gewohnt bei den Rumänen nicht auf der Prioritätenliste. Stattdessen soll der Dokker als «genügsamer Familienfreund» die nötige Sicherheit und anständigen Komfort bieten. Ob samstags für den Grosseinkauf oder für eine Woche Campingferien – mit dem Kofferraumvolumen von 800 Litern passt ein ganzes Ferien-Equipment rein. Werden die Sitze runtergeklappt, erhöht sich das Volumen auf 3000 Liter. Weniger gut: Das Stabilitätsprogramm ESP gibts nur gegen Aufpreis, ebenso das Multimedia-Navigationssystem, die Klimaanlage oder die zweite Schiebetür auf der linken Seite.

Zu wünschen übrig lässt auch der Verbrauch des 1,6-Liter-Benziners: Mit 7,5 Liter auf 100 Kilometer kann das 83-PS-Aggregat auch bei sparsamen Mitbürgern keine Statuspunkte holen. Da macht es Sinn, auf den angekündigten Turbodiesel zu warten. Der 90-PS-Motor soll mit 4,5 Litern wesentlich sparsamer sein.

Kaufen oder nicht? Was an der Börse über «Sein oder Nichtsein» entscheiden kann, und bei anderen Autos oft zum Duell zwischen Vernunft und Emotion – oder Frau und Mann – führt, ist beim Dokker eine reine Vernunftsache. Denn als preisgünstige Alternative zu einer Occasion für die Familie bekommt man enorm viel Auto (und Garantien) für wenig Geld. (nc)

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