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Der Bulli rollt und rollt und rollt

Der liebevoll Bulli genannte VW-Transporter Typ 2 wird in Brasilien noch immer gebaut. Ende 2014 ist damit Schluss.

Retrobilder mit Retro-VW:
Retrobilder mit Retro-VW:
Thomas Borowski
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Das ist das Bulli-Feeling, wie man es aus den späten 70er-Jahren in Erinnerung hat, als die deutsche Produktion des Typs 2 eingestellt wurde: Die Sitzposition hinter dem riesigen Kunststofflenkrad erinnert eher an einen Kutschbock mit den weit aus dem Blechboden herausragenden Gas-, Brems- und Kupplungspedalen. Die Armaturentafel aus Hartplastik hat je einen Knopf für das Licht und den Warnblinker, einen Schieberegler für die Lüftung und eine breite Klappe, hinter der sich das Handschuhfach verbirgt. Mehr braucht es im Cockpit des in Brasilien bis heute gebauten Kombi (wie der VW-Transporter hier liebevoll genannt wird) nicht, um glücklich zu sein.

Der mittlerweile wassergekühlte Motor versteckt sich mit seinen 80 PS wie eh und je unter der tieferen der beiden Heckklappen, wo er munter zur Sache geht und den Bulli laut VW bis auf 130 Stundenkilometer beschleunigt. So schnell fährt hier an der Ostküste Brasiliens aber niemand damit. Denn den zahlreichen Schlaglöchern und streunenden Hunden auf den Landstrassen weicht man ohne Servolenkung und mit der relativ weich ausgelegten Federung des T2 nicht so schnell aus.

Ausstellfenster statt Klimaanlage

Ohnehin ist der VW hier in erster Linie als Transporter unterwegs. Und dafür eignet er sich wirklich perfekt. Die obere Heckklappe und die seitliche Schiebetüre öffnen auf einen sehr geräumigen, aber dafür praktisch-spartanisch ausgestatteten Laderaum mit Plastikmatten am Boden und einem nackten Blechdach. Die Ladefläche über dem Heckmotor heizt im Fahrbetrieb wie eh und je auf, und schnell einmal wird es auf den auf drei Sitzbänke verteilten neun Plätzen dank dem rundum verlaufenden Fensterband sehr warm. Nur gut, hat der moderne Bulli auch heute noch die Dreieck-Austellfenster auf der Fahrer- und Beifahrerseite, welche bei richtiger Justierung für kühlenden Durchzug sorgen. So cruist man im brasilianischen Kombi zufrieden dahin und denkt mit Wehmut daran, dass VW beschlossen hat, die Produktion Ende 2014 definitiv einzustellen. Schade. (tbo)

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