Abschied mit Rekordzahlen und Centenario

«Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist.» Stephan Winkelmann, der deutsche Lamborghini-Boss, nimmt sich das zu Herzen.

Letzter Auftritt als Lamborghini-Chef in Genf: Stephan Winkelmann präsentiert den exklusiven Centenario. Foto: Lamborghini

Letzter Auftritt als Lamborghini-Chef in Genf: Stephan Winkelmann präsentiert den exklusiven Centenario. Foto: Lamborghini

«2015 erreichte Automobili Lamborghini historische Höchstwerte bei zentralen Unternehmenskenzahlen», liess Lamborghini in einer Pressemitteilung diese Woche verlauten. Diese Aussage kann man in Anbetracht der sonst mit Superlativen um sich werfenden Italiener fast schon als Understatement bezeichnen. Denn Lamborghini hat 2015 erstmals die Grenze von 3000 verkauften Autos pro Kalenderjahr überschritten. Im Vergleich zu 2014 stieg der Verkauf der Supersportwagen aus Sant’Agata Bolognese von 2530 auf 3245 Fahrzeuge – das entspricht einem Plus von 28 Prozent!

Damit nicht genug. «Der Umsatz aus dem Fahrzeuggeschäft stieg überproportional zum Absatz», freuen sich die Norditaliener. In Zahlen: Der Umsatz wuchs von 629 Millionen Euro im Jahr 2014 auf 872 Millionen Euro im vergangenen Geschäftsjahr. Das entspricht einer Steigerung von 39 Prozent. «Mit diesem fünften Wachstumsjahr in Folge haben wir nicht nur historische Höchstwerte erreicht, sondern wir haben auch weitreichende strategische Entscheidungen getroffen, die das Unternehmen in neue Dimensionen führen werden,» sagte «Presidente» Stephan Winkelmann bei seinem letzten Auftritt für Lamborghini in Genf. Denn nach elf Jahren an der Spitze des Unternehmens wechselt der charismatische und erfolgreiche Manager zurück nach Deutschland, wo er ab dem 15. März die Geschicke der Quattro GmbH, einer Tochtergesellschaft von Audi, leiten wird.

Luxus-SUV kommt 2018

Mit den «strategischen Entscheiden» meinte Winkelmann in erster Linie das Okay zur dritten Modellreihe mit dem Luxus-SUV Urus, der ab 2018 auf die Strassen rollen soll. Ein Lamborghini als SUV? Kein Problem, schon 1985 zeigten die Italiener den LM002 (LM steht für Lamborghini Military), der allerdings nur 301-mal gebaut wurde. Mit dem neuen Urus will die Sportwagenmarke aber nicht nur Scheichs bedienen, sondern oberhalb Cayenne & Co. punkten. Doch weil die Marke in erster Linie für Supersportwagen steht, machten die Italiener zum 100. Geburtstag von Firmengründer Ferruccio Lamborghini aus dem bereits extremen Aventador den einzigartigen Centenario. Statt 700 PS bekommt der auf 40 Stück (20 Coupés, 20 Roadster) limitierte Centenario nun 770 PS und spurtet in 2,8 Sekunden auf Tempo 100. Pech für Fans: Der 1,75 Millionen Euro (plus Steuern) teure Lambo ist bereits ausverkauft.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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