Smart in den Frühling

Der Stadtflitzer feiert Mitte September seine Weltpremiere als Cabrio an der IAA in Frankfurt – auf die Strasse rollt der offene Zweiplätzer ab Februar.

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Ganz ehrlich: Wir Journalisten waren erleichtert, als Smart im vergangenen November endlich die neuste Generation seines Stadtflitzers vorgestellt und lanciert hat. Denn damit ging das unsägliche Lustige-Studien-Spiel der Mercedes- Tochter mit den schrägen Concept Cars und dem ewig gleichen PR-Geplappere endlich zu Ende. In der Zwischenzeit ist der Smart – besser die beiden Smarts, der Fortwo und der 4-türige Forfour –, längst auf den Strassen unterwegs. Mit Erfolg: In der Schweiz konnte der Stadtflitzer von Januar bis Ende Juli 2015 mit 1783 verkauften Autos das zweitbeste Resultat der vergangenen zehn Jahre ausweisen. Nur 2005 wurden mit 2181 Exemplaren noch mehr Smart in der Schweiz verkauft.

«Drei Autos in einem»

Kein Zufall: Die neuste Generation des Stadtflitzers macht wirklich alles besser als seine Vorgänger: Er sieht besser aus, fährt sich viel erwachsener, bietet ein bisschen mehr Platz und wendet sich trotzdem auf 6,95 Meter. In Anbetracht der neuen Qualitäten ist der Einstiegspreis von 13'900 Franken für die günstigste 61-PS-Variante durchaus angebracht. Durchaus logisch also, dass man sich nun auch bei Smart auf Fakten und echte Neuheiten beschränkt – so wie das Smart Fortwo Cabrio, das Mitte September an der IAA (Internationale Automobil- Ausstellung) in Frankfurt seine Weltpremiere feiern wird.

Laut Smart verkörpert der neue Stadtflitzer als Cabrio «drei Autos in einem». Tatsächlich ist der Neuling mit dem sogenannten Triptop-Faltverdeck geschlossen, mit grossem Faltschiebedach, oder – dank den herausnehmbaren Dachholmen –, als echtes Cabrio unterwegs. Für Smart-Chefin Annette Winkler Grund genug, um von einem «lifestyle icon» zu sprechen und an alte PR-Sprüche anzuknüpfen: «Unser neues Smart Cabrio strahlt rundherum aus, wofür unsere Marke steht – Lebensfreude in der Stadt.» Auch ohne solche Worthülsen dürfte es das neue Cabrio schaffen, die Verkaufszahlen des Smart weiter anzukurbeln – denn ein vergleichbares Auto dieser Grössenordnung und mit diesen Qualitäten gibt es tatsächlich nicht. Zudem dürften wohl sehr viele der bisherigen über 220000 Smart-Cabrio- Käufer sehnsüchtig auf eine Neuauflage warten. Vor allem wenn unsere Sommermonate immer heisser werden.

Offen in 12 Sekunden

Deshalb dürften sich die zukünftigen Käufer darüber freuen, dass sich das Verdeck des Cabrios – also das Stoffschiebedach – in 12 Sekunden öffnen lässt. Und zwar bei jeder Geschwindigkeit. Wer allerdings richtiges Open-Air- Feeling geniessen will, muss trotzdem aussteigen, die beiden seitlichen Dachholme lösen und im Kofferraum verstauen. Das geht aber locker von der Hand und dauert nur ein paar Sekunden. Smart: Das Verdeck kann per Funk auch aus der Beiz geöffnet werden. Noch smarter: Gegenüber dem Vorgänger wurde die Steifigkeit des Fahrzeuges um rund 15 Prozent verbessert. Zudem gibt es auch das Smart Fortwo Cabrio mit modernsten Assistenzsystemen wie das neuste ESP mit Seitenwind-Assistent und Berganfahrhilfe (serienmässig), Abstandswarnfunktion sowie einen Spurhalteassistenten – die beiden Letzteren allerdings nur gegen Aufpreis.

Das neue Cabrio ist mit den beiden stärkeren 3-Zylinder-Motoren mit 71 oder 90 PS erhältlich. Beide Motorisierungen lassen sich mit dem Fünfgang-Schaltgetriebe oder dem Doppelkupplungsgetriebe Twinamic kombinieren. Preise wurden noch nicht kommuniziert, aber dafür mit Nachdruck darauf hingewiesen, dass das Smart Cabrio denselben Härtetests unterzogen wurde, wie das neue Cabrio der Mercedes S-Klasse (siehe unten) – unter anderem in der Klimakammer bei – 15 bis + 80 Grad und beim Waschstrassentest. Soll ja keiner nasse Füsse kriegen.

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