Keiner zu klein, Hybrid zu sein

Im Yaris bietet Toyota als einziger Hersteller im Kleinwagensegment ein Modell mit Vollhybridantrieb an. Jetzt kommt der Klein­wagen in stark überarbeiteter Version zu den Händlern.

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Mehr als 54'000 der insgesamt gut 317'000 im vergangenen Jahr in der Schweiz neu immatrikulierten Personenwagen zählen zum Segment der Kleinwagen. Für Toyota geht hier der Yaris an den Start, 2016 lag er in der Schweiz auf Rang fünf.

Sechs Jahre nach der Lancierung und drei Jahre nach dem ersten Facelifting aktualisieren die Japaner den Yaris der dritten Generation nun mit einer weiteren Überarbeitung. So kommt das nur 3,945 Meter lange und wenig mehr als eine Tonne wiegende Auto jetzt mit frisch gebügeltem Karosseriekleid und aufgepepptem Interieur daher. Entworfen wurde die Neuauflage im Design-Centre ED2 in der Nähe von Nizza, gebaut wird das Modell nach wie vor in Valenciennes.

Mit dem Vollhybridantrieb hält Toyota eine weitere Trumpfkarte in der Hand; eine Karte, die im Hinblick auf die strengen Emissionsgrenzwerte der Zukunft von wesentlicher Bedeutung sein dürfte. Von den 2336 im Jahr 2016 hierzulande abgesetzten Yaris-Modellen werden bereits über 60 Prozent hybrid angetrieben, und im laufenden Jahr erwartet Product-Manager Silvan Trifari von Toyota Schweiz beim überarbeiteten Modell sogar einen Hybridanteil von 65 Prozent.

Neuer Benzinmotor

Nach wie vor ist der Yaris drei- und fünftürig auch mit dem 1-Liter-Dreizylinder mit 69 PS lieferbar. Die beiden für den Schweizer Markt aber wichtigeren Antriebsvarianten gibt es nur als 5-Türer: zum einen den 1.5 VVT-iE mit 111 PS und wahlweise 6-Gang-Handschaltgetriebe oder stufenloser Automatik, zum andern den 1.5 Hybrid, dessen Benziner 1.5 VVT-i HSD zusammen mit dem E-Motor eine Systemleistung von 100 PS verfügbar macht.

Der neue 1,5-Liter ersetzt das 1,33-Liter-Aggregat und arbeitet dank Atkinson-Zyklus mit besonders hohem Wirkungsgrad. An CO2-Emissionen fallen nach NEFZ nur 109 respektive 75 Gramm pro Kilometer an.

Im neuen Dress wirkt der Yaris nun klar dynamischer. In der erneuerten Frontpartie fallen die Scheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht, der grosse, trapezförmige Kühlergrill sowie die kielähnlich wirkenden Kotflügel auf, die den Betrachter an einen Katamaran erinnern.

In der Seitenansicht ist es der niedrige Schweller, der Sportlichkeit vermittelt, und auch das Heck wurde rundum erneuert: bei Leuchten, Klappe und Stossfänger. Im Trend liegen derzeit auch Zweifarbenlackierungen. Toyota bietet für den Yaris Rot, Weiss, Blau und Grau mit schwarzem Dach an.

Das aufgefrischte Interieur wurde ebenfalls bunter. Neu sind zudem die Materialien, beispielsweise Kunststoffe mit weicher Oberfläche im Armaturenbrett und in den Türverkleidungen. Abgesehen vom Basismodell sind alle Ausführungen mit einem Farb-Multi-Informationsdisplay im Kombinationsinstrument ausgestattet.

Gleiten bevorzugt

Trotz knappen Aussendimensionen finden auch Grossgewach­sene gut Platz im Yaris, und der Fahrer kann sich hinter dem Lenkrad komfortabel positionieren. Federungs- und Geräuschkomfort sind gut; bei höheren Drehzahlen wird der 1,5-Liter-Motor aber etwas laut. Damit sorgt er jedoch dafür, dass der Fahrer die Drehzahl nicht zu stark ansteigen lässt, was gut ist für den Verbrauch. Das fällt weiter nicht schwer, denn der Vier­zylinder läuft auch bei niedrigen Drehzahlen anstandslos ruhig und kann ohne Ruckeln aus dem Drehzahlkeller hochbeschleunigt werden.

Im 1.5 VVT-iE hat man die Wahl zwischen Handschalter und stufenloser CVT-Automatik – wohl in erster Linie eine Frage des Einsatzgebiets. CVT ist in der Ebene durchaus komfortabel, auf hügeligen Strecken dagegen empfiehlt sich eher das manuelle Getriebe.

Für den Yaris sind fünf Ausstattungen von Active bis Premium lieferbar. Bereits die Basisversion besitzt ein gutes Sicherheitspaket im Rahmen des Toyota Safety Sense, das unter anderem das Pre-Collision-System mit Notbremsassistent und autonomer Notbremsfunktion sowie die Assistenten für Fernlicht, Spurhaltung und Verkehrszeichenerkennung umfasst. Ab 14'900 Franken gibt es den Dreitürer mit 1-Liter-Motor, während der 1,5-Liter-Fünftürer ab 19'900 Franken und der Hybrid ab 23'450 Franken zu haben ist. (Berner Zeitung)

Erstellt: 21.06.2017, 16:29 Uhr

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