Update für den Bestseller

Mit einem neuen Motor, Gestensteuerung und optischen Retuschen startet der aufgefrischte Bestseller VW Golf ins Modelljahr 2017.

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Gut eine Million Einheiten werden jedes Jahr vom erfolgreichsten europäischen Auto gebaut. So wurde in den letzten vier Jahrzehnten rein rechnerisch alle 40 Sekunden irgendwo auf der Welt ein neuer Golf gebaut und ausgeliefert. Allein bis Ende des vergangenen Jahres waren es genau 33 312 123 Exemplare. Vom Golf 7 wurden in der Schweiz seit der Markteinführung im Jahr 2012 über 48 500 Fahrzeuge verkauft (Stand Ende Dezember).

Optisch halten sich die Neuerungen in engen Grenzen. Zu erkennen ist der Golf des Modelljahres 2017 an einer neu designten Frontpartie mit LED-Tagfahrlicht und dem ebenfalls modifizierten Heck. Besonders markant sind die neuen, optionalen Voll-LED-Scheinwerfer, die fortan die Xenonscheinwerfer ablösen. Dezente Retuschen hat auch der Kühlergrill erfahren.

Fünf Antriebskonzepte

Als eines von weltweit wenigen Autos wird auch der überarbeitete Golf nicht nur als Benziner und Diesel erhältlich sein, sondern ­alternativ mit Erdgas-, Plug-in-Hybrid- und Elektroantrieb. Zum Vorverkaufsstart reicht das Spektrum der Benziner vom neuen TSI mit 85 PS bis hin zum 310 PS starken Golf R. Die gleichzeitig angebotenen Turbodiesel (TDI) entwickeln zwischen 90 PS und 184 PS.

Die wichtigsten technischen Innovationen stecken unter der Haube. Hier sticht der erst ab Mitte des Jahres lieferbare neue 1,5-Liter-TSI-Motor mit 150 PS respektive 130 PS in der besonders sparsamen Bluemotion-Version hervor. Diese Triebwerke sind bei VW erstmals im Angebot. Zur 6-Gang-Handschaltung und zum bisherigen 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe kommt nun eine Version mit 7 Gängen, die laut Hersteller den Verbrauch um 0,3 Liter / 100 Kilometer senkt.

Erste Testfahrten mit dem von bisher 1,4- auf 1,5-Liter Hubraum gewachsenen neuen Turbobenziner mit Zylinderabschaltung haben einen befriedigenden Eindruck hinterlassen. Bei der Kraftentfaltung wünschte man sich allerdings etwas mehr Spontanität. Punkto Laufruhe ist hingegen absolut nichts zu bemängeln. Viel Spass macht auch das neue, gut abgestufte und präzise zu betätigende Direktschaltgetriebe. Der leicht erstarkte Golf schafft den Spurt von 0 bis 100 km/h in 8,3 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 216 km/h. Das sind Werksangaben, so wie auch der durchschnittliche Verbrauch von 5,2 Litern.

Minim gestärkt hat Volkswagen auch sein Paradepferd, den GTI. Dieser entwickelt fortan schon in der Grundversion beachtliche 230 PS statt der bisherigen 220 PS (die Performance-Variante bringt es auf 245 PS). Dieser Motor besticht durch seine gleichmässige Kraftentfaltung und die hohen Reserven, die bei Bedarf abgerufen werden können. Die sportliche Note des GTI wird durch die leichtgängige Handschaltung unterstrichen, die vor allem auf Überland- und kurvigen Bergstrecken so richtig Spass macht.

Gestenreich

Am meisten ändert sich im überarbeiteten Golf im Cockpit, wo die digitale Neuzeit energisch Einzug gehalten hat. Neue Assistenzsysteme und eine komplett neue Generation von Infotainmentsystemen zeugen davon. Weltweit erstmals in der Kompaktklasse kann das Topsystem «Discover Pro» via Gestensteuerung bedient werden. Diese funktioniert in verschiedenen Menüs. Durch eine Wischgeste mit der Hand werden die horizontal angeordneten Menüpunkte nach links oder rechts verschoben. Der Fahrer kann sich so durch das Hauptmenü bewegen, die Radiosender ändern und die Playlist vor- und zurückschalten.

Ein Lichtreflex und ein Handsymbol zeigen dabei an, welche Kontexte per Gestensteuerung bedienbar sind. Unterstützt wird die Bedienung durch ein visuelles Interaktionsfeedback; eine erfolgreich ausgeführte Wischgeste wird zudem über einen abschaltbaren Soundeffekt bestätigt.

Das günstigste Golf-Modell mit dem 1-Liter-Motor (85 PS) kostet 21‘450 Franken. Je nach Ausstattungslinie und Motorisierung klettern die Preise in die Höhe. Mit 51‘350 Franken schlägt mit dem 310 PS leistenden Golf R mit permanentem Allradantrieb und 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe die teuerste Version zu Buche.

Die Auslieferung läuft in der Schweiz seit Mitte März. Ab diesem Monat rollen nun auch die Versionen Alltrack, GTE (Plug-in) und E-Golf auf die Strassen. Lieferbar sind die Karosserievarianten Limousine und Variant als Kombi (Aufpreis 3500 Franken). (Berner Zeitung)

Erstellt: 10.05.2017, 16:34 Uhr

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