Offroad-Truppe mit Klettermax

Der Hersteller Jeep mischt mit dem neuen Compass das Kompakt-SUV-Segment auf – mit unterschiedlichen Antriebssträngen, eher für die Strasse oder mehr fürs Gelände.

Der neue Jeep Compass ist generell geländetauglich. Die abgebildete Version Trailhawk ist hingegen ein echter Kraxler.

Der neue Jeep Compass ist generell geländetauglich. Die abgebildete Version Trailhawk ist hingegen ein echter Kraxler. Bild: zvg

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Das Segment der kompakten Sport Utility Vehicle (SUV) wächst derzeit weltweit besonders schnell. Entsprechend folgen sich die Modelleinführungen bei den grossen Herstellern Schlag auf Schlag.

Aktiv sind dabei nicht nur Autobauer mit Vollprogramm, sondern auch spezialisierte Hersteller wie die zu Fiat gehörende Marke Jeep. Bereits 2007 lancierten die Amerikaner mit der langen, wechselhaften Markengeschichte – mittlerweile zum Fiat-Chrysler-Imperium gehörend – in diesem Segment den Jeep Compass, und Anfang Juli folgt nun die dritte Generation des 4,4 Meter langen Modells, das die Lücke zwischen Renegade und Cherokee füllt.

Im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern in diesem Segment bekennt sich der Jeep jedoch traditionsbewusst zu ausgeprägter Geländetauglichkeit – in der Version Trailhawk sogar mit Reduziergetriebe.

Jeep heisst Gelände

Der Name Jeep steht seit den 1940er-Jahren für ausserordentliche Geländetauglichkeit. Er hat es sogar zum Gattungsbegriff gebracht, denn noch heute gilt in manchen Kreisen jedes Geländefahrzeug als Jeep. Selbstverständlich wurden nun also auch dem neuen Modell alle Eigenschaften eines Offroad-Fahrzeugs mitgegeben.

In der dritten, völlig neuen Modellgeneration gibt es den Compass mit Benzin- oder Dieselmotor sowie mit 6-Gang-Handschaltung oder 9-Stufen-Automatik. Das Allradantriebssystem Active Drive sowie die Traktionsprogramme Selec-Terrain sorgen schliesslich für Offroad-Tauglichkeit.

Noch leistungsfähiger im Gelände ist die Modellvariante Trailhawk, die dank Geländeuntersetzung, erweiterter Bodenfreiheit sowie grösseren Böschungs- und Rampenwinkeln abseits befestigter Strassen kaum in Verlegenheit zu bringen ist. Dass es da noch ein Modell mit Vorderradantrieb, Handschaltung und Basisausstattung ab 30'000 Franken gibt, macht sich zwar gut für die Preisliste, dürfte aber auf dem Schweizer Markt kaum von Bedeutung sein.

Von vorne ist der Compass mit der charakteristischen, siebenteiligen Kühlerblende zwischen den Scheinwerfern sofort als Jeep zu erkennen. In der Seitenansicht fallen die trapezförmigen Radkasten und die fast coupéhaft leicht abfallende Dachlinie auf. Das Dach ist auf Wunsch in Schwarz lieferbar; ebenfalls optional für die Modelle Limited und Trailhawk ist die elektrisch zu betätigende Heckklappe.

Für die Ausstattungsvariante Limited, die nach den Erwartungen des Importeurs die am meisten nachgefragte sein dürfte, sind drei Motorisierungen verfügbar. Der kleine Benziner 1.4i Multi-Air, der aus andern Konzernmodellen bekannt ist, leistet 170 PS, während der 2-Liter-Diesel in den zwei Leistungsstufen 140 und 170 PS zu haben ist. Beim Drehmoment haben die Diesel mit 350 und 380 Newtonmetern gegenüber dem Benziner mit 250 Nm die Nase weit vorn.

Aufgebaut auf der Small-Wide-Konzernplattform und ausgestattet mit Einzelradaufhängungen vorne und hinten, macht der Compass Limited auf der Strasse einen souveränen Eindruck, schlechte Strassenbeläge mindern den Federungskomfort nur wenig. Der 170-PS-Diesel arbeitet zwar in manchen Drehzahlbereichen etwas brummig, ist aber sehr durchzugskräftig und deshalb besonders auch für Offroad-Abschnitte gut geeignet. Das von ZF stammende 9-Gang-Wandlerautomatikgetriebe schaltet mit kaum spürbaren Gangwechseln.

Für jeden Untergrund

Die grosse Bodenfreiheit macht schon den Compass Limited fit fürs Gelände, sodass nur jener Kunde den Kletterer Trailhawk wählen wird, der oft in sehr herausforderndem Gelände unterwegs ist. Das Active-Drive-System lässt den Fahrer je nach Untergrund zwischen den vier Fahrmodi Auto, Schnee, Sand und Schlamm wählen. Im Trailhawk gibt es ausserdem einen Fels-Modus.

Auf trockener Strasse mit gutem Grip werden Kardanwelle und Hinterachse automatisch entkoppelt, um den Treibstoffverbrauch zu senken. Nach Normzyklus beträgt der Konsum der Compass-Modelle zwischen 5,2 (2.0 CRD 140 PS) und 6,9 Liter auf 100 Kilometer (1.4i 170 PS).

Preislich bewegen sich die allradgetriebenen Compass-Modelle zwischen 36'900 (2.0 CRD 140 PS Longitude) und 45'400 Franken (Trailhawk). Ausserdem hat Zubehörlieferant Mopar für die Individualisierung des Compass eine Kollektion von über 70 Artikeln entwickelt. (Berner Zeitung)

Erstellt: 26.07.2017, 15:18 Uhr

Artikel zum Thema

Der Reichweiten-Champion

Der Opel Ampera-e soll die Elektromobilität auf ein neues Level heben – zumindest im Klein- und Kompaktwagen­bereich. Die erste Kontakt­nahme ging allerdings fast im Schneesturm unter. Mehr...

Schöner reisen

Als Nach­folger des VW CC alias Passat CC lanciert Volkswagen den Arteon und stellt zeitgleich das neue Markengesicht der VW-Familie vor. Mehr...

Die Japaner lassen es krachen

Die neue Generation des Honda Civic Type R ist der schnellste Fronttriebler der Welt. Ein paar Runden auf der Rennstrecke haben uns von seinen Qualitäten überzeugt. Mehr...

Abo

Die ganze Region. Im Digital-Light Abo.

Die BZ Berner Zeitung digital im Web oder auf dem Smartphone nutzen. Für nur CHF 17.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!

Kommentare

Die Welt in Bildern

Die Eichel bleibt ihm selbst an Thanksgiving verwehrt: Bei der traditionellen Parade in New York fliegt Trickfilmfigur Scrat durch die Häuserschluchten von Manhattan. (23. November 2017)
(Bild: Carlo Allegri) Mehr...