Eine starke Persönlichkeit

Die zweite Generation des CX-5 soll die Verkaufszahlen weiter nach oben treiben. Wir hatten bereits die Gelegenheit für eine erste Ausfahrt.

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Mazda gibt Gas. Der verhältnismässig kleine japanische Autohersteller hat in den letzten Jahren mächtig Boden gutgemacht: Seit März 2012 legte Mazda eine Steigerung der globalen Verkäufe um 25 Prozent hin, von 1,25 auf 1,56 Millionen Einheiten. In Europa betrug der Zuwachs im gleichen Zeitraum sogar 80 Prozent. Und in der Schweiz überholte Mazda im Jahr 2015 mal eben Toyota und setzte sich an die Spitze aller asiatischen Marken.

In diesem Jahr verzeichnet Mazda hierzulande allerdings einen drastischen Verkaufsrückgang (–27,6 Prozent per Ende April). Das liege vor allem daran, dass die Premiumhersteller in der Schweiz mit markanten Rabatten in das Preissegment der Japaner eingedrungen seien, erklärte uns Damian Donnellan, Chef von Mazda Schweiz.

Mazda hätte den Preiskampf aufnehmen oder aber die Verkaufseinbussen hinnehmen können – Donnellan entschied sich für die zweite Variante, sie sei besser für die Kunden, für die Händler und letztlich auch für den Hersteller, dessen Produktionskapazität ohnehin ständig voll ausgelastet ist.

Mit dem Auto verbunden

Frischen Wind soll nun der neue CX-5 bringen. Der hübsche SUV machte bis anhin rund ein Viertel der globalen Verkäufe aus, ist also der Bestseller von Mazda und auch in der Schweiz sehr gefragt. Die komplett neue Modellgeneration soll die Verkaufszahlen auch hierzulande wieder nach oben treiben, und die Chancen stehen gut: Bereits drei Tage nach Öffnung der Bestellbücher lagen 500 Kundenbestellungen vor – da sollte das Verkaufsziel von über 2600 CX-5 in diesem Jahr locker zu schaffen sein; 1430 davon sollen von der neuen, zweiten Modellgeneration sein, die ab sofort erhältlich ist.

Wir begegnen dem neuen CX-5 in Barcelona und nehmen als Erstes das Design in Augenschein. An den Proportionen wurde nicht viel geändert: Eine lange Haube, ein kurzes Heck, ein dynamisch geschwungenes Greenhouse – das sieht sportlich aus und verleiht dem Mazda eine grosse Präsenz; der CX-5 ist eine starke Persönlichkeit.

Die Frontpartie wird von listig blickenden LED-Scheinwerfern und einem dominanten, weit nach innen versetzten Kühlergrill mit einem riesigen Markenemblem geprägt. Das wirkt sehr selbstbewusst, modern und eigenständig. Klare, waagrechte Linien an den Seiten und ein knackiger Heckabschluss mit charismatischen Rückleuchten runden das gelungene Design ab.

Das Cockpit gefällt mit einem sauberen, logisch gegliederten Layout, das Platzangebot ist auf allen Plätzen gut, die Haptik der Materialien ist angenehm und die Verarbeitung scheint prima vista tadellos zu sein.

Auf dem Fahrersitz Platz genommen, erschliesst sich einem Mazdas Entwicklungsphilosophie sofort: «Jinba Ittai» nennen die Japaner die tiefe Verbindung von Ross und Reiter, und genau das soll der Mazda-Fahrer auch mit seinem Fahrzeug spüren. Dass das mehr als eine Marketingphrase ist, spürt der Fahrer schon im Stillstand. Die Ergonomie ist gut, man fühlt sich gut eingebettet und, ja, irgendwie mit dem Fahrzeug verbunden.

Ab 28 900 Franken

Unterwegs wird dieser Eindruck bestätigt. Der neue CX-5 mit seinem Skyactiv-Fahrwerk liegt satt auf der Strasse, zieht dank G-Vectoring Control willig in die Kurven und vermittelt ein gutes Feedback über die Lenkung und die Bremse. Alles in allem fühlt sich der neue CX-5 sehr kompakt, direkt und feinfühlig an, was bei dieser Fahrzeugklasse keine Selbstverständlichkeit ist.

In der Antriebspalette finden sich bei Mazda nach wie vor keine kleinvolumigen Downsizing-Turbobenziner, wie sie gerade Mode sind. Angeboten werden ehrliche, fein laufende Saugerbenziner und Turbodiesel mit entsprechend grösserem Hubraum.

Den Einstieg macht der 2-Liter-Vierzylinderbenziner mit 165 PS. Die beiden Diesel mit 2,2 Liter Hubraum sind mit 150 oder 175 PS erhältlich. All diese Motoren werden wahlweise mit Front- oder Allradantrieb angeboten, sind serienmässig an ein knackiges 6-Gang-Handschaltgetriebe gekoppelt und auf Wunsch mit einem Sechsstufenautomaten erhältlich. Als Topmotorisierung wird im September ein neuer 2,5-Liter-Benziner mit 194 PS und Zylinderabschaltung erhältlich sein, der ausschliesslich mit Allradantrieb und Automatik angeboten wird.

Die Preise starten bei 28 900 Franken, die Topversion Skyactiv-D 175 AWD ist ab 46 300 Franken erhältlich. Übrigens: Als einziger Hersteller legt Mazda in der Schweiz kostenlos einen Satz Winterkompletträder obendrauf – und zwar für sämtliche Modelle. Bravo! (Berner Zeitung)

Erstellt: 07.06.2017, 15:26 Uhr

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