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«Die Elektromobilität steht erst am Anfang der Entwicklung»

Herr Schön, ist Elektromobilität die zukünftig nachhaltigsteMobilität?

Aus heutiger Sicht ja, weil es derzeit die effizienteste Methode ist, erneuerbare Energien im Bereich der Automobilität nutzbar zu machen. Wichtig ist es nun, bei den Kunden die Akzeptanz und das Vertrauen für die E-Mobilität aufzubauen. Verglichen mit den Verbrennertechnologien, steht Elektromobilität erst am Anfang der Entwicklung, sodass noch viele Optimierungserfolge zu erwarten sind. Wenn in Zukunft erneuerbare Energien in viel grösserem Massstab vorhanden sein werden, können weitere Technologien und Infrastrukturen sinnvoll werden.

Welche Ziele verfolgt Audi in Sachen Nachhaltigkeit?

Klimaneutralität für die individuelle Mobilität und natürlich weitere Nachhaltigkeitsaspekte wie Lärmemissionen oder Feinstaubreduzierung stehen derzeit an erster Stelle. Das klare Ziel unserer Produktion lautet: Bis 2025 sind alle Werke CO2-neutral. Audi rollt diese Strategie jetzt auf breiter Front aus. Was die CO2-neutrale Fertigung angeht, hat das Werk Brüssel die Vorreiterrolle inne – es arbeitet bereits seit dem Produktionsstart des Audi e-tron CO2-neutral. Als Instrumente dienen dort unter anderem die bereits 2012 erfolgte Umstellung auf grünen Strom oder die grösste Fotovoltaikanlage der Region. Insgesamt spart das Werk durch erneuerbare Energien bis zu 40'000 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr.

Josef Schön: Der Ingenieur ist Senior Manager von Audis Unternehmensstrategie Nachhaltigkeit. Foto: PD
Josef Schön: Der Ingenieur ist Senior Manager von Audis Unternehmensstrategie Nachhaltigkeit. Foto: PD

Wie und bis wann will Audi seine Nachhaltigkeitsziele erreichen?

Zu den Massnahmen gehören eine umfassende Elektrifizierung der Modellpalette. Bis 2025 wollen wir unsere CO2-Emissionen im Vergleich zu 2015 um 30 Prozent verringern. Das heisst, wir müssen den CO2-Ausstoss über den gesamten Lebenszyklus der Fahrzeuge reduzieren. Bis 2050 streben wir dann die vollständige bilanzielle CO2-Neutralität an. Wichtig ist uns eine Massnahmenhierarchie: Zuerst und so weit wie möglich stehen die Reduzierung und Vermeidung von CO2 an erster Stelle, danach folgt die Konvertierung weg von fossilen und hin zu erneuerbaren Energien. Und als Ultima Ratio erfolgen falls notwendig CO2-Kompensationsmassnahmen.

In welchen Bereichen sehenSie die grössten Chancen, um die Ziele zu erreichen?

Wichtigster Hebel ist der Einsatz von erneuerbarem elektrischem Strom aus Solar- und Windkraftanlagen in der Herstellung und vor allem im Betrieb der Fahrzeuge. Daher ist die Elektrifizierung unserer Flotte der Kern der Strategie und absolut erfolgsrelevant. (tbo)

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