Mini hat den Durchblick

Mini präsentiert auf der Auto Show in Shanghai ein revolutionäres Anzeigekonzept für mehr Komfort und Sicherheit.

Mini verspricht «mehr Komfort und Sicherheit» dank der Augumented-Reality-Brille. Fotos: Mini

Mini verspricht «mehr Komfort und Sicherheit» dank der Augumented-Reality-Brille. Fotos: Mini

Eigentlich hat das Head-up-Display bei Mini erst vor kurzem seine Premiere gefeiert. Doch damit geben sich die erfolgreich unter BMW-Flagge segelnden Briten nicht zufrieden: In China stellt Mini mit der sogenannten Augumented Vision bereits eine Zukunftstechnik vor, die das Windschutzscheiben-Kino in unseren Fahrzeugen schon bald ablösen «und das Autofahren erheblich erleichtern » soll. «Wir haben mit mehreren Firmen unseres Partners Qualcomm ein vernetztes System und eine Augmented- Reality-Brille im Mini-Design geschaffen, die das Erlebnis innerhalb und ausserhalb des Fahrzeugs völlig neu gestalten », sagt Projektleiter Jörg Preissinger. So soll die Ende April zu bestaunende Augmented-Reality-Brille von Mini wichtige Informationen direkt vor die Augen des Fahrers projizieren und so als eine Art bewegliches Head-up-Display dienen und immer im Sichtfeld des Fahrers bleiben. Mit der See-Through- Technologie zeigt die Brille relevante Informationen im direkten Sichtfeld des Fahrers, jedoch ohne andere Verkehrsteilnehmer zu verdecken.

Vorerst 7 Anzeigen

Bei der ersten Version der Mini-Brille werden vorerst die sieben nachfolgenden Funktionen in das Sichtfeld des Fahrers projiziert:

Zieleingabe für Navigation und Übergabe an das Fahrzeug:
Orte als Zielpunkt auch ausserhalb des Fahrzeugs auswählen und anschliessend an dieses übergeben.

First Mile / Last Mile:
Navigationsanzeige vom aktuellen Standort zum Fahrzeug, beziehungsweise vom Fahrzeug zum gewählten Ziel.

Head-up-Funktionen:
Die üblichen Head-up-Anzeigen von Geschwindigkeit, Tempolimit etc. über die Brille und damit im primären Sichtfeld des Fahrers. Diese werden stets an der gleichen Position oberhalb des Lenkrads angezeigt, um keine Verkehrsteilnehmer zu überdecken.

Kontaktanaloge Navigation und Points of Interest:
Erweiterung der Realität durch kontaktanaloge Navigationspfeile «auf der Strasse», sodass der Blick des Fahrers zu jeder Zeit auf den Verkehr gerichtet bleiben kann. Zusätzlich ist eine kontaktanaloge Anzeige interessanter Orte entlang der gewählten Route, wie zum Beispiel freie Parkplätze, möglich.


Durchblick mit der Datenbrille.

Messaging:
Bei eingehender Nachricht wird ein kleines Symbol in der Brille angezeigt. Die SMS/Kurznachricht kann dann durch das Fahrzeug vorgelesen werden. Aus Sicherheitsgründen ist das Anzeigen des Textes während der Fahrt nicht möglich.

X-Ray-View/ transparente Fahrzeugteile:
Der virtuelle Blick durch Fahrzeugteile (wie A-Säule, Türen, etc.) wird ermöglicht, um verdeckte Bereiche oder tote Winkel für den Fahrer sichtbar zu machen.

Augmented Parking:
Erleichtert das Einparken durch das Einspielen der Bilder einer im (rechten) Spiegel verbauten Kamera in die Brille. So lässt sich der Abstand zum Randstein eindeutig und bequem feststellen. Ob und wann die Brille in Serie geht, steht noch nicht fest, zumal es rechtlich noch nicht sicher ist, ob und wann und in welchen Ländern Datenbrillen wie von Mini oder die Google Glass beim Autofahren überhaupt benutzt werden dürfen.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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