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Bush reist mit Obama zur Trauerfeier für Nelson Mandela

US-Präsident Barack Obama und sein Vorgänger George W. Bush werden gemeinsam zur Gedenkveranstaltung von Nelson Mandela fliegen. In der Air Force One fliegt vielleicht noch ein weiterer Ex-Präsident mit.

Hier wird die Welt Abschied von Mandela nehmen: Das Bild des Ex-Präsidenten auf einer Leinwand im FNB-Stadion von Johannesburg.
Hier wird die Welt Abschied von Mandela nehmen: Das Bild des Ex-Präsidenten auf einer Leinwand im FNB-Stadion von Johannesburg.
Keystone
In sich gekehrt: Mandelas Ex-Frau Winnie und Südafrikas Präsident Jacob Zuma während des Gottesdienstes. (8. Dezember 2013)
In sich gekehrt: Mandelas Ex-Frau Winnie und Südafrikas Präsident Jacob Zuma während des Gottesdienstes. (8. Dezember 2013)
Reuters
Singen und Tanzen für Mandela: Eine Menschenmenge in Johannesburg. (6. Dezember 2013)
Singen und Tanzen für Mandela: Eine Menschenmenge in Johannesburg. (6. Dezember 2013)
Reuters
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Aus den USA wollen neben dem amtierenden Präsidenten Obama auch seine beiden Amtsvorgänger Bush und Clinton zur Trauerfeier für den verstorbenen Friedensnobelpreisträger reisen.

Südafrika bereitet sich auf die Ankunft von zahlreichen Staats- und Regierungschefs aus aller Welt zu den Trauerfeierlichkeiten nach dem Tod von Nelson Mandela vor. Die Regierung rief eine Trauerwoche mit einigen Veranstaltungen aus. Angesagt haben sich neben dem amtierenden US-Präsidenten Barack Obama auch seine beiden Amtsvorgänger George W. Bush und Bill Clinton, die zu den Gedenkfeierlichkeiten reisen wollen. Auch am Samstag versammelten sich zahlreiche Südafrikaner an verschiedenen Orten im Land, um ihres am Donnerstag verstorbenen Nationalhelden zu gedenken.

Vor Mandelas Haus in Johannesburg kamen am Morgen mehr als 100 Menschen, Schwarze und Weisse, zusammen. Sie sangen Lieder, Kinder tanzten zum Gesang. Als Teil der Trauer um Mandela wurde der morgige Sonntag zum landesweiten Tag der Gebete und der Reflexion erklärt. Die grosse Gedenkfeier ist für den kommenden Dienstag in einem Stadion in Johannesburg geplant, wo Mandela bei der Abschlussfeier der Fussballweltmeisterschaft 2010 seinen letzten öffentlichen Auftritt hatte. Im Lauf der kommenden Woche sind auch offizielle Gedenkveranstaltungen in allen Provinzen und Regionen des Landes vorgesehen. Die Beisetzung soll dann am 15. Dezember in engerem Kreis in Mandelas Heimatdorf Qunu stattfinden.

Ein Bush-Sprecher erklärte, Obama habe seinen Vorgänger und dessen Ehefrau Laura eingeladen, an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One mit nach Südafrika zu fliegen. Diese Einladung hätten die Bushs dankbar angenommen.

Möglicherweise auch Clinton mit dabei

Clinton sagte in einem CNN-Interview, auch er werde zusammen mit seiner Frau Hillary, der ehemaligen US-Aussenministerin, zu der Gedenkfeier reisen. Zunächst war unklar, ob das Ehepaar Clinton ebenfalls mit der Air Force One reisen wird.

Obama lud zudem Clintons direkten Amtsvorgänger George Bush zu der Reise ein. Doch der mittlerweile 89 Jahre alte Vater von George W. Bush ist nach Aussage seines Sprechers nicht in der Lage, die Reise auf sich zu nehmen.

Neben den Politikern aus den USA zählt auch die brasilianische Staatschefin Dilma Rousseff zu den erwarteten Gästen bei den Trauerfeierlichkeiten in Südafrika.

Der 95-Jährige Friedensnobelpreisträger Mandela war am Donnerstagabend nach langer Krankheit in seinem Haus in Johannesburg im Kreise seiner Familie gestorben. Jahrzehntelang hatte sich Mandela für ein Ende des rassistischen Apartheid-Systems in Südafrika eingesetzt. Er sass deswegen 27 Jahre im Gefängnis. 1990 kam er schliesslich frei und verhandelte mit der von Weissen dominierten Regierung. 1993 bekam er den Friedensnobelpreis. Im Jahr darauf wurde er der erste schwarze Präsident des Landes. Er amtierte bis 1999.

SDA

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